Gut für Twitter: Offenbar Zusammenarbeit mit StudiVZ geplant

StudiVZ will offenbar in Kürze Twitter in seine Plattform einbauen. Das will Netzwertig “aus Unternehmenskreisen” erfahren haben. Demnach sollen StudiVZ-Nutzer ihre eigenen Twitter-Nachrichten über den Buschfunk importieren oder darüber synchron versenden können.

Buschfunk, Holtzbrincks Twitter-Kopie für StudiVZ, passt nicht nur zufällig optimal zu Twitter. StudiVZ hatte Buschfunk-Nachrichten bei der Einführung im Mai auf 140 Zeichen begrenzt. Twitter-Meldungen sind genauso lang. Trotzdem ist es das erste Mal, dass StudiVZ sich für externe Dienste öffnet, was der Konkurrent Facebook schon seit Jahren tut.

Durchbruch für Twitter in Deutschland?

Martin Weigert von Netzwertig spekuliert denn auch, dass StudiVZ sich deswegen mit Twitter verbündet, um gegen den Konkurrenten Facebook aufzuholen und nicht auch noch hinter Twitter zurückzufallen. Ich glaube aber nach wie vor, dass Facebook von StudiVZ nichts zu befürchten hat. Dazu sind die US-Amerikaner den Deutschen technisch gesehen einfach schon zu viele Lichtjahre voraus. Und dass sich der bessere Dienst am Ende durchsetzt, darauf deuten Facebooks stark steigende Benutzerzahlen in Deutschland hin.

Trotzdem, und da gebe ich Weigert Recht, hat die Kooperation einen interessanten Nebeneffekt: Wenn mehrere Millionen Mitglieder der Mein-Schüler-StudiVZ-Gruppe wirklich künftig Twitter einsetzt, dann könnte Twitters Nischendasein in Deutschland tatsächlich ein Ende haben. Laut den Webevangelisten hatte Twitter im März nur 38.000 aktive Nutzer in Deutschland. Und mehr als 100.000 dürften es bislang nicht geworden sein.

4 Gedanken zu „Gut für Twitter: Offenbar Zusammenarbeit mit StudiVZ geplant“

  1. Hallo,
    interessante Behauptung, dass Twitter doch ein Hype wäre. Aber auch wenn es so sein sollte, nehme ich das ganz gelassen und twittere weiter:-)
    Dass der Anstieg der Facebook-Suchanfragen vorhanden ist, sah ich gestern in Google Insights als ich das Suchvolumen unter Keyword Facebook der letzten 90 Tage anschaute.

    Zuerst dachte ich, es hatte was mit der Facebook-URL zu tun gehabt. Immerhin suchmaschinenfreundliche Permalinks, wobei ich mir auch einen Facebook-Namen zugelegt habe. Aber Fakt bei dieser kleinen Auswertung in Google Insights war auch, dass MySpace bezüglich des Suchvolumens hinter Facebook liegt. Mir persönlich gefällt MySpace nicht, trotz dass ich dort ebenso angemeldet bin.

    Allerdings wünsche ich Twitter keineswegs einen Untergang, da es doch schon nach diesen beiden Monaten Spass macht, eigene Tweets abzusetzen:-)
    Grüsse..

  2. Schon bei der Einführung des Buschfunks auf studivz dachten wohl viele an Twitter. Die Verkoppelung der Dienste ist bestimmt ein Schritt in die richtige Richtung.
    Ich denke das StudiVZ zu mächtig geworden ist, um von Facebook abgelöst zu werden. Auch wird MySpace schon aufgrund seines Musikbereichs noch lange, lange gut laufen.
    Für den persönlichen Kontakt finde ich es zu unaufgeräumt, aber ich kenne einige, die darüber erfolgreich Menschen kennenlernen.
    Für mich gibt es als Nutzer von StudiVZ keinen Grund zu Facebook zu wechseln, da alle Leute die ich kenne bereits bei StudiVZ sind. Noch mehr Dienste möchte ich wirklich nicht aufsuchen.

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