Die Technik hält stand: Jacksons Trauerfeier Belastungsprobe für Video-Livestreams
08. Juli 2009 - Jürgen Vielmeier
Die Trauerfeier für den verstorbenen “King of Pop” hat dem Internet gestern einiges abverlangt, darunter 6.000 Status-Updates auf Facebook – pro Minute. 700 Millionen Menschen haben der Trauerfeier via TV und zahlreichen Livestreams im Web beigewohnt. Eine kurze Statistik.
Anders als vergangene Woche Donnerstag, als Websurfer auf der Suche nach Infomationen über Jacksons Tod das gefühlt halbe Internet lahmlegten, hielten die meisten Websites dem gestrigen Ansturm ohne größere Probleme stand. Einige Newsportale hatten lediglich etwas längere Ladezeiten als sonst.
- 20 Millionen Menschen alleine in Deutschland sollen die Trauerfeier vor den Fernsehgeräten verfolgt haben. Laut Meedia bescherte es den Nischensendern N24 und n-tv nie gesehene Einschaltquoten.
- Laut Akamai haben im Schnitt 3 Millionen Menschen die Trauerfeier über einen Livestream im Internet verfolgt. Gleich zu Beginn der Übertragung sollen 3,9 Millionen Livestream-Zuschauer pro Minute eingeschaltet haben.
- CNN verzeichnete zwischen 12 und 17 Uhr Ortszeit 9,7 Millionen Abrufe über Livestreams.
- Die 6.000 Facebook-Status-Updates pro Minute summierten sich letztendlich auf 800.000 insgesamt. Etwa eine Million Menschen sollen sich Video-Livestream-Boxen auf Facebook angeschaut haben, die von CNN, MTV, ABC und E! Online zur Verfügung gestellt wurden.
- Ustream verzeichnet 4,6 Millionen abgerufene Livestreams zur Trauerfeier insgesamt.
- Jackson hat posthum auch die meisten Freunde auf Facebook. Der bisherige Spitzenreiter Barack Obama hat gut 6,4 Million Fans, Jackson zur Zeit mehr als 7,3 Millionen.
Die hohen Besucherzahlen über Livestreams sind der einfachen Tatsache geschuldet, dass die meisten US-Amerikaner zur Zeit der Trauerfeier am Arbeitsplatz waren. Da war das Internet für viele die einzige Möglichkeit, die Beisetzung live zu verfolgen.



