Deutsche Post entdeckt das Web – mit dem Internetbrief

Auch die Post hat es nicht leicht. Wie viele traditionelle Unternehmen leidet auch sie unter dem Internet, werden pro Tag rund drei Millionen Briefe weniger verschickt. Das macht sich auch beim Unternehmensergebnis bemerkbar. Der Umsatz sank im zweiten Quartal 2009 um sieben Prozent, das Ergebnis um satte 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Aber anstatt zu jammern oder irgendwelche Erklärungen mit anderen Unternehmen zu unterzeichnen, wagt sich die Post mit einem neuen Produkt ins Netz: dem Internetbrief.

Das hört sich zunächst kaum spektakulär an. Doch setzt das Bonner Unternehmen, wie auch die De-Mail, auf den Aspekt Sicherheit. Wie Welt Online berichtet, können Kunden sich für den kostenpflichtigen elektronischen Briefkasten registrieren lassen und sollen dann die gleiche Sicherheit wie im herkömmlichen Briefversand erhalten. Durch die eindeutige Identifikation soll zudem Spam vermieden werden. Zusätzlich sollen über diesen Weg Rechnungen verschickt und bezahlt, Urkunden versandt und unterschrieben werden. Ein Dokumenten-Safe soll darüber hinaus eine abgesicherte Archivierung bieten.

Eine Testphase ist für Jahresende geplant, im Frühjahr 2010 soll bundesweit die Einführung erfolgen. Hoffentlich ist das nicht zu spät.

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