Wochenendgezwitscher: Die Einschaltquoten-Verschwörung?

Was messen die da eigentlich bei den Einschaltquoten, und wer hat überhaupt so ein GFK-Meter? Täglich ermittelt das GFK-/AGF-Fernsehpanel stellvertretend für ARD, ZDF und die größten Privatsenderketten die Einschaltquoten in Deutschland. Und an diesen Quoten hängt für die Sender fast alles. Uns ist derweil noch nie ein Mensch über den Weg gelaufen, der an einer solchen, repräsentativen Quotenmessung teilgenommen hat. Euch?

Wer hat schon einmal bei Einschaltquoten-Messungen mitgemacht?

Derzeit besteht das AGF-Fernsehpanel aus 5.640 Haushalten, in denen fast 13.000 Menschen leben. Diese Quotenmesser repräsentieren 72,2 Millionen in Deutschland lebende Personen ab 3 Jahren. Einer dieser Haushalte repräsentiert durchschnittlich 6.000 andere Haushalte in Deutschland. Wir fragen uns schon lange: Wo stehen die Messgeräte dafür eigentlich? Habt ihr eins? Kennt ihr jemanden, der eins hat oder der zumindest jemanden kennt, der eins hat? :)

GFK-Meter

Wir denken, die genaue Nachfrage lohnt sich, denn immerhin geht es für die Sender dabei um Millionen von Euro. Schreibt uns bitte von euren Erfahrungen mit den Quotenmetern und gerne auch, was ihr von seinem geplanten Nachfolger haltet: dem Telecontrol Score, der auch Webvideos, Downloads und Videos on Demand erfassen soll. Schreibt uns hier in den Kommentaren, auf Twitter oder Identi.ca!

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7 Gedanken zu „Wochenendgezwitscher: Die Einschaltquoten-Verschwörung?“

  1. Der Vater eines bekannten bin mir hat so’n Ding zuhause.

    Aber repräsentativ ist was anderes. In der heutigen Zeit ist diese Art der Erfassung eigentlich peinlich und die Werbekunden der Sender sollten richtig laut protestieren!

  2. Aus einer sozialwissenschaftlichen Perspektive kann ich sagen, dass normalerweise eine Zahl von 2000 unkontrolliert bereits als repräsentativ gilt. Die GfK wird aber nicht unkontrolliert auswählen, sondern ein repräsentatives Abbild der deutschen Bevölkerung, und dann noch auf 6500 erhöht, dürften die Ergebnisse ziemlich exakt sein.

    Das einzige Problem was ich sehe ist, das Beobachterparadox. Denn alle 6500 wissen, dass ihr Fernsehverhalten beobachtet wird, und dadurch zeigen sie ein anderes Verhalten als ohne Beobachtung.

    Wenn man die Zahlen anzweifelt, sollte man eher darüber nachdenken ob man nicht ein komplett verzerrtes Bild der deutschen Bevölkerung hat – bedingt durch Wohnort, Freundeskreis, Familienhintergrund. Ein Wochenende mit Bummelzügen durch Deutschland fahren hilft einem ganz schnell dabei wieder zu wissen wer Deutschland ist :)

  3. ENDLICH! Danke für den Artikel.
    Die Frage stell ich mir schon immer. An den so genannten “repräsentativen” Daten hängen nicht nur Unsummen, sondern auch Jobs! In der heutigen Zeit müsste man das Signal des Digi-TVs anders messen können!

  4. Also ich kenne niemanden, der offiziell “gemessen” wird. ;-)

    Wobei ich die Messmethode, wie hier schon geschrieben wurde, für ziemlich überholt halte.

    Wie wäre es mal mir einer neuen Methode?

  5. @Andreas Beer: Vieleicht sollte die GFK einfach mal beim BKA fragen, ob sie nicht direkten Zugriff auf das Fernsehverhalten bekommen “ohne” das die Zuschauer das wissen.

    Für bessere Statistiken und so ;-)

  6. Die Frage hab ich mir auch schon öffter gestellt. Ich halte die Erhebung in Zeiten des Internet etc auch für höchst peinlich. Als Werbekunde wäre mir das irgendwie nicht genug…

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