Munteres Verkaufen geht weiter: Freenet will Strato loswerden

Freenet löst sich auf: Die Konzernmutter Mobilcom-Debitel hat den DSL-Anbieter gerade erst an United Internet verkauft (wir berichteten). Jetzt geht das nächste Filetstückchen über die Fleischertheke: Dem Hamburger Abendblatt zufolge will Freenet nun auch seine Webhosting-Tochter Strato abstoßen. Noch in diesem Monat sollen entsprechende Verhandlungen eingeleitet werden. Strato gehört zu den größten Webhostern Deutschlands und beschäftigt alleine rund 500 Mitarbeiter.

Fokus auf Mobilfunk und mobilem Internet

Der geplante Verkauf ist Teil einer größeren Umstrukturierung bei Mobilcom-Debitel, mit dem Ziel, sich künftig verstärkt auf das Geschäft mit Mobilfunk und mobilem Internet zu konzentrieren. Im Zuge dessen sollen etwa 1000 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren. Zusätzlich soll der Talkline-Standort Elmshorn geschlossen werden. Hier seien schon rund 470 Angestellten betriebsbedingt entlassen worden. Nach Aussage von Freenet-Vorstandschef Christoph Vilanek habe sich das Unternehmen erfolglos um einen neuen Betreiber bemüht: “Alle Bemühungen, sich mit einem neuen Betreiber für den dort ansässigen Kundenservice zu einigen, sind gescheitert”.

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Noch keine offizielle Bestätigung

Eine offizielle Bestätigung der Verkaufsabsicht gibt es von Vilanek noch nicht, allerdings dementiert er sie auch nicht: “Ich schaue mir jeden Bereich genau an und entscheide dann, ob wir ihn behalten oder nicht.” Auch über einen möglichen Käufer ist derzeit noch nichts bekannt. Trotzdem löste die Berichterstattung über den bevorstehenden Verkauf von Strato an der Börse einen Kursanstieg aus. So legte das Freenet-Papier am Vormittag zeitweise mehr als elf Prozent zu und führte die Gewinnerliste im TecDax an.