Kindle für die Kinder: Schwarzenegger will E-Books an Schulen

Den Kampf gegen den T-1000 hatte er gewonnen, doch jetzt will Arnold Schwarzenegger trotzdem die Maschinen siegen lassen – zumindest in der Schule. Der Gouverneur von Kalifornien will in seinem Bundesstaat Schulbücher abschaffen und sie mit E-Book-Readern ersetzen.

Angeblich Einsparungen bis 400 Millionen US-Dollar möglich

Herkömmliche Bücher seien veraltet, schwer und teuer, sagte Schwarzenegger bei einer Rede vor Schulkindern in der kalifornischen Hauptstadt Sacramento. Kalifornien sei hingegen der Weltmarktführer in Technologie und Innovation. Zudem könnten E-Book-Reader den Haushalt sanieren: Schulbücher, die bislang vom Staat gestellt werden, kosteten den Steuerzahlen pro Exemplar zwischen 75 und 100 US-Dollar.

Der Staat könne dadurch bereits im ersten Schritt 400 Millionen Dollar im Jahr einsparen, später noch weitere hundert Millionen. Dass aber auch E-Book-Reader wie das Amazon Kindle mit rund 400 Dollar nicht gerade bilig sind und für Lernsoftware ebenfalls Kosten entstehen, ließ Schwarzenegger während seiner Rede unerwähnt.

Interaktive Lernsoftware

Losgehen soll es bereits zu Beginn des kommenden Schuljahres im Herbst in den Fächern Mathematik und Naturwissenschaften. Ein wenig wird bei Schwarzeneggers Rede auch Populismus mitgeschwungen haben: Der “Gouvernator”, dessen Amtszeit ausläuft, ist in Umfragen lange nicht mehr so beliebt wie zu Beginn seiner Amtszeit und will wohl nicht ganz ohne Ruhm abtreten. Auch der tatsächlich hoch defizitäre Staatshaushalt (24 Milliarden Dollar jährlich) dürfte die Entscheidung beeinflusst haben.

Trotzdem: Der Gedanke, die oft langweiligen alten Schinken endlich einzumotten und sie mit moderner Technik zu ersetzen, ist eine richtig nette Idee. Auf den E-Book-Readern soll interaktive Lernsoftware zum Einsatz kommen. Eine Idee, die sich hoffentlich weltweit durchsetzt.

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4 Gedanken zu „Kindle für die Kinder: Schwarzenegger will E-Books an Schulen“

  1. Schwarzenegger berichtete von einem Gerätepreis von 75 bis 100 US-Dollar. In seiner Ausführung hat er eine nachvollziehbare und positive Rechnung präsentiert.

  2. @Rasiukiewicz: Das stimmt so nicht. Er hat keine Preise für mögliche Geräte vorgelegt. 75 bis 100 Dollar gibt er als Preis dafür an, was ein Schulbuch heute kostet. Einen E-Book-Reader bekommst du heute nicht unter 200 Dollar, ein Kindle nicht mal unter 400.

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