Gefahr am Schreibtisch: Computer schlagen zurück

Wer kennt nicht die Filmchen, in denen verzweifelte User mit Baseballschlägern ihren Computer demolieren? Doch Achtung: Der schlägt anscheinend mit gemeinsten Methoden zurück. Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Unfälle mit Computern inklusive Kabeln und angeschlossenen Geräten drastisch steigen. Demnach wurden von 1994 bis 2006 in Notaufnahmen in den USA mehr als 78.000 akute durch Computer ausgelöste Verletzungen behandelt. Das bedeute für diesen Zeitraum einen Anstieg von rund 730 Prozent, während die Zahl der Computer in privaten Haushalten lediglich um etwa 300 Prozent zugenommen hätte.

Wie die Studienautoren vom Center for Injury Research and Policy und The Research Institute at Nationwide Children’s Hospital sowie dem Ohio State University College of Medicine in ihrem Bericht im „American Journal of Preventive Medicine” veröffentlichten, gibt es viele Gefahrenquellen. Besonders Kinder unter fünf Jahren und Menschen über 60 seien gefährdet, sich an Computern zu stoßen, darüber zu stolpern oder sich beim Heben zu verletzen. Die meisten Verletzungen waren an Armen und Beinen, Kinder bis zum zehnten Lebensjahr zögen sich allerdings häufig Kopfverletzungen zu.

Der Computerteil, der anscheinend die größte Gefahr darstellt, ist der Monitor: War er 1994 in 11,6 Prozent der Unfälle involviert, waren es 2003 bereits 37,1 Prozent. Zum Glück setzen sich immer mehr LCDs und Notebooks durch, sodass die Unfallquote mit Monitoren im Jahr 2006 auf 25,1 Prozent sank. Wenn jetzt noch alle auf kabellose Übertragung umsteigen, lediglich kleine Geräte wie Netbooks und das iPhone nutzen, können wir die amerikanischen Wissenschaftler beruhigen. Dann sollte die Unfallquote mit Computern generell deutlich sinken und unser aller Leben ein Stück sicherer werden …

Ein Gedanke zu „Gefahr am Schreibtisch: Computer schlagen zurück“

  1. Mag ja sein, das Computer eine Verletzungsrisiko darstellen. Aber eine Newsmeldung über eine Statistik, bzw. dessen Interpretation, die über zwölf Jahre nur zwei Zeitpunkte betrachtet ist doch echt unnütz. Keine Grafik, keine Aussage..
    Info: Sollten die Verletzungen linear verteilt sein, dann sind das gerade mal 6500 Unfälle im Jahr. Bei ca 300 mio Einwohnern und beispielsweise 81 mio Krankenhausbesuchen/2006 sind 6.5k fast vernachlässigbar.
    Gute Quelle dazu: http://www.cdc.gov/nchs/fastats/injury.htm

Kommentare sind geschlossen.