Friendfeed kann Dateien einbinden, Facebook macht auf Twitter

Heute flatterten gleich drei imposante neue Funktionen aus Social Networks auf den Schreibtisch, von Facebook, Friendfeed und Xing. Der größte Killer dabei kommt von Friendfeed: Registrierte Nutzer können von nun an auch Dateien in ihren Stream hochladen, darunter MP3s. Freunde können sich die Audiodateien im Stream direkt anhören.

Friendfeed semi-legalisiert Filesharing

Bislang war es den Nutzern nur möglich, Links zu posten. Kam darin ein Video oder Audiofile vor, zum Beispiel bei einem YouTube-Link, konnten sich die Freunde dies zwar anschauen. Nur ein direkter Upload von Dateien war nicht möglich – bis jetzt. Laut Friendfeed gibt es aber ein tägliches Datenlimit, und jeder Benutzer darf nur drei MP3s am Tag online stellen. Und zwar derzeit nur MP3s, keine anderen Audioformate wie M4A/AAC. Friendfeed will mit der Begrenzung illegales Filesharing weitestgehend verhindern. Auch der Upload von Videos ist bisher nicht vorgesehen. Klingt trotzdem nach einer sehr nützlichen Erweiterung, gerade für Musik- oder PDF-Dateien, die man nur schwer in Online-Communitys tauschen kann.

Facebook macht den Twitter

Facebook Custom

Facebook testet derweil ein simples Feature, mit dem Nutzer ihre Statusupdates künftig öffentlich machen können. Klingt nicht spektakulär, ist es aber. In Ergänzung zu den Vanity-URLs, die Facebook vor kurzem veröffentlicht hat, können Freunde damit die persönliche Adresse direkt ansteuern und neben dem Profil alle Neuigkeiten der Person lesen. Auf facebook.com/leidartikel soll man zum Beispiel künftig öffentlich lesen können, was ich gerade so treibe. Natürlich nur, wenn ich mein Profil für die Öffentlichkeit freigebe. Das erinnert stark an Twitter und das sicherlich nicht unabsichtlich. Ein Riesenvorteil gegenüber Twitter, der mir persönlich besonders gut gefällt: Man hat pro Facebook-Statusupdate weit mehr zur Verfügung als nur lausige 140 Zeichen…

Xing schnappt sich die Twitter-Suche

Last but not least: Xing. Das Business-Netzwerk aus deutschen Landen bindet von nun an die Twitter-Livesuche direkt ein. Man kann diese nach gewünschten Stichworten filtern, wie – ich sag einfach mal – Telekom Baskets Bonn. Hat man die Funktion aktiviert, erscheinen auf der Xing-Startseite die drei neuesten Tweets. Das ist eigentlich nichts Halbes und nichts Ganzes, aber die Fachwelt freut sich zu Recht darüber, dass der Anfang damit schon einmal genommen ist: Twitter und Xing würden gut zusammen passen. Das App sollte nur schleunigst noch erweitert werden.

3 Gedanken zu „Friendfeed kann Dateien einbinden, Facebook macht auf Twitter“

  1. sehe ich jetzt nicht gerade als vorteil, dass es mehr als 140 zeichen sind. da werden wohl bei vielen aus status updates ganze romane, die keiner lesen will. ich finde facebook will wie twitter werden, aber macht nichtwirklich den ganzen schritt. für mich ist facebook immer noch viel zu nervig und häßlich, um es twitter vorzuziehen. und man kann nicht jedem folgen, der einen interessiert. man muss ja nicht unbedingt gleich deshalb freunde werden.

  2. Endlich hat auch Xing die Wichtigkeit von Twitter erkannt. Drüben bei LinkedIn gibt es eine ähnliche Applikation ja schon länger, auch wenn die App bei Xing besser gelöst ist.

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