Facebook goes Hollywood: Zuckerberg-Story wird verfilmt

Der amerikanische Drehbuchautor Aaron Sorkin (The West Wing) hatte es ja schon vor einem Jahr angekündigt. Und nun ist es soweit: Das Drehbuch für einen Film über die Erfolgsstory von Facebook und den jüngsten Milliardär der USA – Facebook-Gründer Mark Zuckerberg – steht. Auch ein Regisseur ist schon gefunden: David Fincher, bekannt von Filmen wie “Sieben“, “Fight Club” und “Der seltsame Fall des Benjamin Button“, will die Facebook-Geschichte in Szene setzen.

Dreharbeiten sollen Ende des Jahres beginnen

Laut dem Branchenblatt “Variety” sollen die Dreharbeiten zu dem Film, der den Arbeitstitel “The Social Network” trägt, noch Ende diesen Jahres beginnen. Auf seinen Lieblingschauspieler Brad Pitt wird Fincher aus offensichtlichen Gründen verzichten müssen. Der 46-Jährige kann wohl schlecht den 24-jährigen Zuckerberg spielen. Dafür sind aber für diese Rolle schon andere im Gespräch: Shia LaBeouf und Michael Cera. LaBeouf ist derzeit in “Transformers: Revenge of the Fallen” zu sehen, Cera dürfte einigen aus dem oscarprämierten Film “Juno” bekannt sein.

Zuckerberg Cera
Könnte in die Rolle des Mark Zuckerberg schlüpfen: “Juno”-Star Michael Cera (rechts).

“The Accidental Billionaires”

Um das Drehbuch zu schreiben, hat Sorkin längere Zeit bei Facebook recherchiert. Zu diesem Zweck gründete er dort sogar eine eigene Gruppe: “Aaron Sorkin & the Facebook Movie”. Allerdings basiert das Drehbuch zum großen Teil auf dem noch unveröffentlichten Buch von Ben Mezrich “The Accidental Billionaires – The Founding of Facebook: A Tale of Sex, Money, Genius and Betrayal.” Und genau aus diesem Grund muss sich Sorkin auch einige Kritik gefallen lassen, denn Mezrich ist nicht gerade für gut recherchierte und belegbare Fakten bekannt. Vielmehr zeigen seine halb-fiktionalen Romane das ausschweifende Leben an US-Elite-Unis.

So wird sich wohl auch Sorkins Drehbuch wahrscheinlich eher um wilde Verwörungen unter Zuckerberg und seinen Harvard-Kommilitonen drehen, als realistisch die Enstehung von Facebook zu zeigen. Zuckerberg selbst distanziert sich von dem Buch, wie ein Sprecher mitteilte: “Manches, was über Mark Zuckerberg und die Gründung von Facebook geschrieben wurde, ist treffender als anderes. Dieses Buch fällt wohl eher unter die Kategorie ‘anderes’.”

Vermutlich ist die Story “19-Jähriger sitzt alleine in seinem Zimmer an der Harvard-Universtät und erfindet Facebook”  einfach auch zu langweilig für Hollywood.