Es wird mehr Hotspots geben: E-Plus kooperiert mit Fon

E-Plus setzt beim Ausbau des Überall-Internets auf die Kosten sparendste Variante: Der Mobilfunkbetreiber kooperiert mit der Hotspot-Community Fon und nimmt sich damit einfach, was schon da ist. Und bei aller hier geäußerten Gehässigkeit: Die Idee ist gut!

Schmuckere, erotischere Hardware

Fonera-RouterDank der Kooperation erhält E-Plus für seine Kunden den Zugang zu 25.000 Fon-Hotspots, die größtenteils von Privatkunden mit heimischem DSL-Anschluss und WLAN-Router bereitgestellt werden. Eine praktische Sache, gerade für unterwegs, nur haperte es in der Vergangenheit oft an Geschwindigkeit und Verfügbarkeit. Fon verlangt zwar, den eigens dafür bereitgestellten WLAN-Router in Fensternähe aufzustellen, kann das aber schlecht kontrollieren. Wenn nun jemand im fünften Stock wohnt und seinen Router hinter dem Sofa versteckt, ist draußen auf der Straße nicht mehr viel mit Hotspot.

Das letzte Mal, dass ich mir die Fon-Seite angeschaut habe, war aber schon fast zwei Jahre her. Seitdem hat Fon sein Image kräftig aufpoliert. Wer seine Bandbreite für das Fon-Netz zur Verfügung stellt, erhält neue Anreize und kann damit sogar Geld verdienen. Auch der einst klobige Router-Kasten wurde gegen ein attraktives Gadget ausgetauscht, das zum Beispiel auch Torrents herunterladen kann, während der Rechner ausgeschaltet ist. Natürlich nur legale Dateien, versteht sich.

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E-Plus schlägt die richtige Richtung ein

E-Plus macht im Gegenzug 300 seiner Shops in deutschen Innenstädten zu Fon-Hotspots; weitere sollen folgen. Scheint, als habe E-Plus den Trend Mobile Web nach T-Mobile, Vodafone und O2 nun auch endlich erkannt. Zwar sträubt sich der drittgrößte deutsche Mobilfunkanbieter nach wie vor beharrlich, auf den längst rollenden Zug aufzuspringen und sein Netz mit dem Datenturbo HSDPA auszurüsten, einer UMTS-Erweiterung. Aber erste mobile Daten”flatrates” für Handy oder Laptop zeigen zumindest, dass E-Plus in die richtige Richtung marschiert.

Das war auch bitter notwendig. Denn nachdem nun fast jeder Mensch in Deutschland mindestens eine SIM-Karte von einem der zahlreichen E-Plus-Reseller hat, gehen den Düsseldorfern langsam die Wachstumspotenziale aus. Von der Kooperation dürften wirklich einmal beide Unternehmen profitieren – und zumindest die E-Plus-Kunden auch.


 
 
 
 

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