3.000 Sender: Radio.de will das Radio revolutionieren

Der Radio-Web-Service Radio.de will das terrestrische Radio überflüssig machen: Mit mehr als 3.000 Radiosendern, Podcasts, Genre- und Themen-Channels aus aller Welt könnte dem Service der Verlagsgruppe Madsack das auch gelingen. Neben den Musiksendern bietet Radio.de reine Nachrichten-Channels an, wie zum Beispiel BBC Newspod, der Programmhighlights aller BBC-Programme bietet.

Radio.de

Diverse Möglichkeiten der Senderwahl

Radio.de bietet einige hübsche Vorteile: Weiß man, welchen Sender man hören möchte, ist es nicht nötig, erst die Radio.de-Website aufzurufen. Es genügt, in das Adressfeld des Browsers den Namen des Senders vor die Domain zu setzen, und schon ist man auf der entsprechenden Radio.de-Seite. Möchte man beispielsweise 1Live hören, sähe das so aus: 1live.radio.de. Ist man sich nicht sicher, welcher Sender der passende ist, kann man sich auf der Startseite von Radio.de die Sender sortiert nach Genre, Thema, Sprache, Land, Stadt oder Bitrate anzeigen lassen. Einen schnellen Einstieg bieten die Empfehlungen der Redaktion und die Radio.de-Top 10. Alternativ lässt sich natürlich auch die Suchfunktion nutzen.

Registrierte Benutzer können Lieblingssender als Favoriten speichern und sich Sender passend zum Musikgeschmack empfehlen lassen. Radio steht in der gleichen Sendervielfalt auch als iPhone-App zur Verfügung.

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WDR AppÖffentlich-rechtliche Sender sollen Webaktivitäten zurückbauen

Als kleine Anekdote zum drüber Nachdenken sollte hier noch erwähnt werden, dass auch öffentlich-rechtliche Sender über solche Apps verfügen. Der WDR zum Beispiel stellt in einem App sein Radioprogramm zur Verfügung und zeigt Musiktitel und Songtext von dem an, was gerade läuft. Ein wirklich gutes App, das es aufgrund des geänderten Rundfunkstaatsvertrags bald wohl nicht mehr geben wird: Die Öffentlich-Rechtlichen müssen ihre Aktivitäten im Netz beschränken und damit auch Angebote kürzen, die eigentlich gut durchdacht sind.

Wenn also selbst die Öffentlich-Rechtlichen erkannt haben, dass die Zukunft des Radios im Internet und im Mobile Web liegt, warum dürfen sie dann ihre Aktivitäten im Web nicht fortsetzen? Weil es den Rundfunkgebühren-Zahler Geld kostet? Kaum, das App ist doch längst finanziert. Warum darf das aber die Verlagsgruppe Madsack, deren Domäne eigentlich der Printbereich mit Tageszeitungen wie der “Hannoversche Allgemeinen” und “Leipziger Volkszeitung” ist? Wird da nicht mit zweierlei Maß gemessen?

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