Xing wacht endlich auf, baut Facebook-ähnliche Funktionen ein

Allerhöchste Zeit: Xing ist endlich aus seinem Dornröschenschlaf aufgewacht und hat seine Plattform für Drittanwendungen geöffnet. Nutzer werden damit in Zukunft auf Xing Anwendungen aus der Richtung News, Kommunikation und Kollaboration nutzen können. Die ersten beiden Anwendungen sind ein Yigg-ähnlicher Nachrichtenaggregator namens “Xing News” und die Frage-Antwort-Community “Xing-Nutzer fragen”. Damit hat Xing gerade noch die Kurve gekriegt, um nicht für immer hinter Facebook und LinkedIn zurückzufallen.

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Mangels brauchbarer Inhalte erscheinen die beiden neuen Tools zurzeit noch etwas witzlos. Die Community macht sich derzeit noch lustig über “Xing-Nutzer-Fragen”:

Xing-Nutzer fragen

Neueste Aktivitäten der Kontakte

In der längst überfälligen Spalte “Mein Netzwerk” sollen die Nutzer künftig wie auf dem Minifeed von Facebook erfahren, was ihre Kontakte gerade machen. Bislang tauchen dort aber noch keine Inhalte auf. Der Nachteil gegenüber Facebook ist wohl, dass jeder Kontakt die Funktion bei sich erst freischalten muss, bevor man seine neuesten Aktivitäten verfolgen kann. Die Inhalte von Xing News sind derweil noch spärlich. Die Funktion ist nicht so übersichtlich wie der Facebook-Minifeed, aber trotzdem ein ordentlicher Fortschritt:

Xing-News

Weitere Funktionen sollen in Kürze folgen. Was noch fehlt ist eine Art “App Store”, eine Übersichtsseite, auf der man die Anwendungen auswählen kann. Xing wählt mit der spartanischen App-Lösung einen guten Weg. Anders als auf Facebook droht bei Xing also keine Gefahr, pausenlos zum Werwolfjagen, Vampirbeißen oder zu einem Quiz eingeladen zu werden, welchem Tyrannen der Weltgeschichte man am ähnlichsten sieht. Xing hat technisch noch viel aufzuholen, sollte zum Beispiel noch mehr auf Twitter-ähnliche Statusmeldungen setzen. So hat Xing die Chance mit seinen sieben Millionen Mitgliedern, auf den rollenden Zug noch aufzuspringen, auf dem Facebook (>200 Millionen Mitglieder) und der direkte Konkurrent LinkedIn (40 Millionen) längst sitzen.

2 Gedanken zu „Xing wacht endlich auf, baut Facebook-ähnliche Funktionen ein“

  1. Kann mir schon sehr gut vorstellen, dass Xing hier in Zukunft eine größere Rolle einnehmen wird, allerdings muss man diese Plattformen auch für den Nutzer interessant machen, so dass Xing hier wirklich nur mit neuen Futures punkten kann, um auch so neue Nutzer anzuziehen.

  2. als aktives XING Mitglied kann ich nur sagen, dass diese Applikationen mehr als peinlich sind. Inperformant und nutzlos. Es gibt bei XING soviele andere Baustellen, die sie vielleicht erstmal beenden sollten.
    Anstatt in Sachen funktionalität anderen Plattformen hinterherzurennen, sollten sie sich eher auf Sachen konzentrieren wo sie bereits einen guten Ansatz gemacht haben.

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