WDR muss Online-Inhalte einschränken und plant personalisiertes Radio im Internet

Wie wir bereits berichtet haben, muss das ZDF aufgrund des aktuellen Rundfunkänderungsstaatsvertrags, der am 1. Juni in Kraft tritt, 80 Prozent seiner Online-Inhalte löschen. Natürlich bleibt auch der WDR von den dort festgelegten Einschränkungen nicht verschont. Betroffen davon sind unter anderem die Urteilsdatenbank des “ARD-Ratgeber Recht”, sowie die Dating-Plattform “1LIVE Liebesalarm” des Radiosenders 1LIVE und das virtuelle Tierheim. Diese Angebote müssen nach dem 31. Mai aus dem Netz verschwunden sein. Auch der Glückwunsch-Service des Videotextes wird wegen der neuen Rechtslage am 31.05. eingestellt, denn auch der Videotext ist ein “Telemedium”.

Ebenfalls Veränderungen bei den Audio-Streams

WDR iPhone AppGenauso betreffen die gesetzlichen Vorgaben auch die Audio-Streams des WDR. Da der Staatsvertrag die Anzahl der einzelnen Sender festlegt, müssen die Nutzer in Zukunft auf die Digitalprogramme “WDR 2 Klassik” und “1LIVE Kunst” verzichten. Zusätzlich dürfen viele Inhalte nur noch zeitbegrenzt im Netz zu finden sein. Einzige Ausnahme sind Archive mit zeit- und kulturgeschichtlichen Inhalten. Hier erlaubt der Gesetzgeber eine unbefristete Einstellung ins Netz. Inhalte aus dem Bereich Bildung sollen fünf Jahre im Netz bleiben. Das stellt die verschiedenen Redaktionen vor neue technische Herausforderungen, wie WDR Hörfunkdirektor Wolfgang Schmitz erklärt: “Dies hat nicht nur inhaltliche Folgen, sondern das Verweildauerkonzept muss auch technisch vorbereitet werden, Redaktionen müssen ihre Seiten genau im Blick haben und nach Möglichkeit Automatismen für Löschungen nach einer bestimmten Frist einrichten.”

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“Mein WDR Radio” als neues Angebot

Um seine Nutzer auch weiterhin mit Musik im Netz zu versorgen, will der WDR nun ein neues, personalisiertes Radio-Angebot starten. Der Service “Mein WDR Radio” , der mit Personal-Radio-Portalen wie Last.fm vergleichbar ist, soll seinen Hörern angeblich nur das bieten, was sie auch tatsächlich hören wollen. Und das sortiert nach thematischen Schwerpunkten, die mit der bevorzugten Musik kombiniert werden. Klingt ein bisschen wie “Podcast”. Starten soll der Dienst, der neben Musik auch Wortbeiträge beinhaltet, mit klassischer Musik und wissenschaftlichen Themen. Will das jemand hören?

Ein Gedanke zu „WDR muss Online-Inhalte einschränken und plant personalisiertes Radio im Internet“

  1. Ja, ich will das hören! Was ist das denn für ein blöder Kommentar!

    WDR 2 Klassik war das einzige vernünftige Radio, das man sich anhören könnte.

    Man man man …

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