Wählen auf Twitter: Wahlbarometer zählen die Stimmen

Ach ja, richtig: Es stehen bald wieder Wahlen an. Sie haben das vermutlich an den aufreizenden Plakaten gesehen, die derzeit die Landschaft bunt gestalten. Und wenn schon Wahl, dann wäre es doch praktisch, wenn man direkt dort abstimmen könnte, wo man sich eh den ganzen Tag aufhält: auf Twitter. Kann man jetzt: Dwitter und Wahlgetwitter haben Wahlbarometer eingerichtet, bei dem jeder so oft mitstimmen kann, wie er will. Vielleicht ganz gut, dass das keine Relevanz für die echte Wahl hat.

Wahlgetwitter
Kleine Parteien ganz stark: Wahlbarometer auf Wahlgetwitter.de.

Wählen, so oft und für wen man will

Beide Dienste zählen, wie oft für oder gegen eine Partei gestimmt wird. Wie man abstimmt? In beiden Fällen ganz einfach, indem man ein Hashtag (#) vor und ein Plus- oder Minuszeichen hinter die gewünschte Partei setzt: Ein Tweet mit #GRUENE+ lässt die Grünen zum Beispiel um eins steigen, ein Tweet mit #CDU- lässt die Christdemokraten um eine Stimme sinken. Vor allem Letzteres ist bei beiden Zählungen sehr beliebt: In beiden Wahlbarometern erhält die CDU astronomisch viele Gegenstimmen.

Dwitter
Wahlbarometer auf Dwitter. Links die Für-, rechts die Gegenstimmen. Die Wahrheit liegt in der Mitte. Die CDU kommt ganz und gar nicht gut weg.

Bei Wahlgetwitter führt die SPD trotz vieler Gegenstimmen knapp vor den Grünen, bei Dwitter liegt aktuell die Piratenpartei vorne. Um bei Dwitter gezählt zu werden, muss man dem Dienst auf Twitter folgen. Das Superwahljahr 2009 geht im Sommer in die Vollen: Am 7. Juni ist Europawahl, zeitgleich mit Kommunalwahlen in acht Bundesländern. Am 30. August stehen in drei Ländern Landtagswahlen an. Am 27. September schließlich ist Bundestagswahl. Beide Barometer zeigen außerdem viele Tweets mit Parolen für oder gegen diverse Parteien. Wer also noch nicht weiß, für wen er stimmen soll, findet dort noch eine ganze Menge populistischer Aussagen.

Danke an Tueksta!

5 Gedanken zu „Wählen auf Twitter: Wahlbarometer zählen die Stimmen“

  1. Aktuell davon betroffen #Kunde , die Politiker legen für die kommenden Wahlen jedenfalls ein starkes Augenmerk auf die social Networks wie Twitter und co. Auch auf Ihren Wahlseiten im Netz.

  2. #Wahlgetwitter- will “die politische Stimmung im Netz” widerspiegeln. Das stimmt so nicht. Genau gesagt, spiegelt #Wahlgetwitter- lediglich die politische Stimmung derjenigen wieder, die bei Twitter allgemein und speziell #Wahlgetwitter- mitmachen. Da sich daran auch eine Reihe an Ortsvereinen, Landesverbänden usw. von Parteien beteiligt und diese häufig mehrfach posten, kommen Ergebnisse ohne verbindliche Aussagekraft heraus.

  3. Ist natürlich interessant, aber auch riskant, auch wenn eigentlich keiner für seine politische Meinung verurteilt werden darf!

  4. Natürlich muss man Oma Hans recht geben, dennoch bin ich der Meinung, dass man sich vorab ein sehr gutes Bild über die allgemeine Stimmung im Netz machen kann.

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