SPD-Mann Kelber twittert Ergebnis der Präsidentenwahl schon vor offizieller Bekanntgabe

Warum warten? Ulrich Kelber, unser Bonner Mann im Bundestag, hat das Ergebnis der Bundespräsidenschaftswahl vergangenen Samstag schon vor der offiziellen Bekanntgabe getwittert. Das meldet ZDnet.de in einem Bericht. Um 14.15 Uhr twitterte der SPD-Politiker via Smartphone: “Nachzählung bestätigt: 613 Stimmen. Köhler ist gewählt!” Erst 15 Minuten später veröffentlichte Bundestagspräsident Norbert Lammert das offizielle Auszählungsergebnis.

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Kelber begründet Bekanntgabe mit “Transparenz”

Laut dem ZDnet-Bericht twitterten auch weitere Parlamentarier wie die CDU-Abgeordnete Julia Klöckner von der Bundesversammlung. Was viele wohl jetzt als Fauxpas bezeichnen werden, ist in meinen Augen kein großer Staatsakt. Zumal Kelbers Tweet das richtige Ergebnis enthielt. Seriöse Medien würden hoffentlich eh bis zur offiziellen Bekanntgabe warten. Und bei anderen wichtigen Ergebnissen wie zum Beispiel Fußballspielen warten die Medien auch nicht den offiziellen Berichts des Schiedsrichter ab, sondern geben ein Ergebnis gleich nach dem Schlusspfiff bekannt. Interessant wäre beim bekannten Übereifer der Online-Medien allerdings gewesen, wenn mehrere Twitterer ein falsches Ergebnis der Präsidentenwahl weitergereicht hätten. Vielleicht hätte sich Gesine Schwan dann eine Weile freuen können wie im Jahr 2001 der FC Schalke 04 über die vermeintliche Meisterschaft in der Fußball-Bundesliga.

Kelber übrigens verteidigte seinen Ergebnis-Tweet gegenüber aufgebrachten Followern: “1.224 Delegierte und zig Journalisten dürfen also Ergebnis wissen, Öffentlichkeit nicht? Wo ist da Sinn und Moral?” schrieb er an die Adresse der CDU-Abgeordneten Kristina Köhler. Als einzigen Fauxpas bezeichnete Kelber übrigens um 14.23 Uhr, dass Blumen und Musiker schon vor der Verkündung des Wahlergebnisses in den Saal geschickt wurden. Auch das schrieb er auf Twitter.

2 Gedanken zu „SPD-Mann Kelber twittert Ergebnis der Präsidentenwahl schon vor offizieller Bekanntgabe“

  1. Der gute Ulrich Kelber verfolgt sowieso seine eigene Moral, schliesslich ist er Überzeugungstäter, steht für seine Meinung ein, koste es was es wolle, offen und transparent, gläsern eben, manchmal jedoch ein wenig “schmierig” finde ich: http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/quer/video-quer-subventionen-solarenergie-ID1237543514009.xml
    oder? Der Steuerzahler hat Frank Asbeck damit reich gemacht, dann sind 75.000 EUR doch echte Peanuts. Und natürlich berichtet die Lokalpresse mal wieder NICHT darüber… Mal sehen was geht!

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