Poken bekommt Konkurrenz: My Name is E

Erst vor kurzem haben wir über Poken berichtet, einem USB-Stick zum einfachen Austausch von Kontaktdaten und deren Verbindung in sozialen Netzwerken. Aus den Niederlanden schickt sich jetzt “E” an, die ohnehin schon gute Idee zu verbessern. Im Gegensatz zu Poken benötigt E nämlich nicht zwingend den USB-Connector, sondern ermöglicht auch den Kontaktaustausch via internetfähigen Mobiltelefonen wie das iPhone.

Die Registrierung erfolgt auf der zugehörigen Webseite “My Name is E“, wo neben dem persönlichen Profil mehrere virtuelle Visitenkarten angelegt werden können. Auf diesen lassen sich persönliche Daten, ein Foto und die Verbindungsdaten in die diversen sozialen Netzwerke hinterlegen. Das erspart nach dem Austausch erheblich Zeit, denn “E” verknüpft die Kontakte auf sämtlichen gespeicherten Plattformen, wie beispielsweise Facebook, LinkedIn, Twitter etc..

My Name is E

Wie Poken setzt auch “E” auf einen USB-Stick, aber eben nicht ausschließlich. Wie der Austausch mit Mobiltelefonen funktioniert, zeigt das offizielle Video:


Vorgestellt wurde “E” hierzulande auf der next09 in Hamburg, bei The Next Web in Amsterdam konnte das Unternehmen bereits einen Start-up-Wettbewerb für sich entscheiden. Ob sich “E” gegen Poken durchsetzen kann bleibt abzuwarten, denn letztere haben sich einen – wenn auch nur kleinen – zeitlichen Vorsprung erarbeitet. Auch das Mobile App Bump, das als milliardste Anwendung aus dem App Store geladen wurde, bietet eine mobile Vernetzung an. Wie es aussieht, wird in jedem Fall das Ende der Visitenkarte eingeläutet.

12 Gedanken zu „Poken bekommt Konkurrenz: My Name is E“

  1. Na, da wäre ich mir noch nicht so sicher. Eine gut gemachte Visitenkarte tranportiert mehr als nur Kontaktdaten, nämlich Image. Und das kann manchmal viel wichtiger sein als nur als 500. Kontakt auf nem Rechner vergessen zu werden. Ne Visitenkarte bekommt man immer wieder mal in die Hände, man vergisst sie so schnell nicht wie ein kurzer Pokendruck.

    Gruß
    Tom

  2. Nix ist besser als Networking! Über Handy wäre das natürlich noch besser, doch mögen die meisten Leute wohl etwas kultfähiges wie kleine häßliche Bienchen und Bärchen… Warten wirs ab!

  3. Seit ungefähr 100 Jahren kann man mit dem Handy auch vCards per Infrarot oder Bluetooth austauschen. Macht nur niemand, denn ein schönes Stück Papier auszutauschen, ist scheinbar intuitiver.

    Und wenn es doch elektronisch sein soll: Die Mailadresse ist wohl der universellste Link zu einer Person. Mit einem kleinen Gruß und der Signatur mit weiteren Kontaktdaten ist dann alles weitere gesagt.
    Für Leute, die sich Mailadressen nicht merken wollen, könnte man ja so kleine Kärtchen drucken, wo die draufstehen. Da kann dann meinetwegen auch der “E”-Username mit drauf…

  4. @Partikelfernsteuerung Klar kann man das seit langem machen, aber wie kompliziert ist das! Mit Poken, E und Bump kann man sich praktisch per Knopfdruck vernetzen. Einfache Dinge setzen sich auf lange Sicht durch, wobei man beim Poken zugeben muss, dass die Sicherheit noch nicht ausgereift bzw. gar nicht vorhanden ist.

    Grüße JV

  5. @Redaktion Das klingt hier so als sei Poken der Vorreiter und My Name Is E würde das Konzept übernehmen und verbessern — bei letzterem existierte mein Account schon lange bevor es „Poken“ gab: http://www.mynameise.com/schrader

    Es ist also umgekehrt — nicht Poken bekommt Konkurrenz, sondern das mir wesentlich symphatischere My Name Is E bekommt mit der Präsenz von Poken einen gewaltigen Antrieb zu schnellerer Entwicklung ;-)

    „Nach Poken kommt nun ‘My Name Is E’” wie es im ersten Trackback zu diesem Artikel heißt, ist also chronologisch nicht richtig. „E“ sowie der „E Connector“ waren früher da, allerdings fehlt hier das Marketing, dass die Barcamp-Community von Poken abbekommt.

    Für mich fühlt sich das sehr nach Facebook vs. StudiVZ an — „E“ hat einen gut durchdachten und schönen Dienst, doch dank entsprechender Vermarktung hat im Augenblick der „billige Abklatsch“ Poken die Nase vorn.

  6. @ Julian Schrader: Danke für den Hinweis! Mag sein, aber ich denke, dass sich die verschiedenen Mittel öffentlichkeitswirksam nicht viel tun. Poken mag durch das Marketing einen kleinen Vorsprung haben – wie wir ja auch geschrieben haben – aber auch E und Bump erhalten derzeit sehr viel Aufmerksamkeit und machen bei Kongressen die Runde. Die Quintessenz bleibt gleich: Der Visitenkartentausch hat einen elektronischen Nebenbuhler bekommen.

    Schöne Grüße
    Jürgen Vielmeier

  7. Ich finde den “My Name is E” sehr interessant – leider ist dieser bislang nicht in Deutschland erhältlich. Mal sehen, ob sich dieser oder der “Business Poken” durchsetzen wird.

Kommentare sind geschlossen.