Dearest Tinkebell: Künstlerin entlarvt Verfasser von Hass-Mails

Die niederländische Künstlerin Tinkebell hat Tausende von Hass-Mails bekommen. Der Grund: Sie drehte ihrem todkranken Kater Pinkeltje den Hals um und machte eine Handtasche aus ihm. Hintergrund dieser Aktion aus dem Jahr 2004 war für Tinkebell die Frage, warum die Gesellschaft mit der Verarbeitung eines Haustieres nicht umgehen kann, zugleich aber die Herstellung von Produkten aus Millionen von Nutztieren gedankenlos akzeptiert. Aus der daraufhin einsetzenden Flut von Hass-Mails ist nun das Buch “Dearest Tinekbell” entstanden, in dem neben den Mails die Namen und Kontaktdaten der Verfasser präsentiert werden.

Heftige Kritik und Todesdrohungen

TinkebellDieses Buch, das in den Niederlanden schon zum Verkaufsschlager geworden ist, sieht Tinkebell als Fortsetzung ihrer von jeher auf Provokation basierenden Kunst. Und provozierend ist das Ganze sicherlich, denn die Verfasser von Mails wie „Warum bringst Du nicht auch Deine Mutter um und machst eine Geldbörse aus ihr“ oder „Wegsperren und exekutieren sollten sie Dich!“ glaubten sich natürlich anonym.

Das dem jetzt nicht mehr so ist, ist Tinkebells Freundin und Kollegin Coralie Vogelaar zu verdanken. Sie hat in monatelanger akribischer Sucharbeit tausende E-Mail-Adressen von anonymen Hass-Mailern von einer eigens entwickelten automatisierten Suchmaschine mit Angaben in Google, Yahoo und vor allen in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter abgleichen lassen.

Angst vor Klagen der entlarvten Hass-Mailer hat Tinkebell nicht. „Die würden wir dann natürlich sofort wegen Bedrohung anzeigen“, so die Künstlerin.

8 Gedanken zu „Dearest Tinkebell: Künstlerin entlarvt Verfasser von Hass-Mails“

  1. Oh ja toll
    Eine Künstlerin die stolz ist andere Leute zu provozieren und damit Geld zu machen.
    Wow!Tolle Ideen, nur weil sie ihre Fantasien auslebt
    Oh Mann wo leben wir hier?

  2. Tolle Künstlerin!

    Was Leute wie Raffi (und ich) alltäglich nutzen und gebrauchen hinterfragt sie… und kehrt die hässliche Fratze der industriellen Nutzung von Tieren ans Tageslicht.
    Wer sich dadurch provoziert fühlt, sollte mal überlegen warum?

  3. finde die aktion sehr gut; lederschuhe tragen, billig-eier kaufen, bei mc doof und dem döner-mann essen und sich dann über die handtasche aus katze und hund aufregen – das kann ich nicht nachvollziehen. filme wie zb “we feed the world” sollte jeder einmal gesehen haben, um für sich selbst zwischen nutzen/konsum und (ethischem) verzicht auf tierprodukte abwägen zu können.

  4. hoffe sie macht weiter so und erhält ganz viel unterstützung für weitere projekte!
    bin seit vielen jahren vegi/vegan und kann julius’ meinung absolut unterstützen.

  5. Ich möchte mich hiermit für meine falschen Anschuldigungen entschuldigen. Der Post vorher kann gerne gelöscht werden, habe leider die Seiten vertauscht. Sorry, mein Fehler

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