Wakoopa, eine Facebook-artige Community für Softwarefreunde
28. April 2009 - Jürgen Vielmeier
Die Leute lieben Charts und Softwareprogramme, Pardon: Apps. Warum nicht beides kombinieren und noch eine Social Community obendrauf setzen, dachten sich wohl die Macher von Wakoopa. Und so brachten sie ein mächtiges Tool heraus, das die Nutzung von Software weltweit anzeigt, in Charts sortiert und Menschen vernetzt, die Software nutzen. Viele Funktionen davon wären gar nicht notwendig gewesen, aber nützlich und unheimlich informativ ist das allemal.

Ein Tracker liefert Daten über die eigene Software-Nutzung
Wakoopa hat so viele Funktionen, dass man kaum weiß, wo man mit der Beschreibung anfangen soll. Nach einer kurzen Registrierung, die nicht notwendig ist, aber einige Extras bietet, gelangt man an ein Dashboard, das der Blog-Software WordPress ähnelt. Hier kann man sich mit anderen Wakoopa-Nutzern vernetzen und sich so über Software austauschen.
Interessanter dürften die Statistik-Funktionen sein: Wakoopa bietet an, einen Tracker auf dem eigenen Rechner zu installieren, um selbst die Übersicht darüber zu behalten, welche Software man eigentlich installiert hat, und welche man davon am meisten nutzt. Die übrige Wakoopa-Welt bekommt das übrigens auch mit, und so entstehen Charts darüber, welche Apps am häufigsten genutzt werden. Fast müßig zu erwähnen, dass es jede Software via Wakoopa auch zum Download gibt. Ähnlich wie bei AlternativeTo werden außerdem Alternativen angezeigt; für den Internet Explorer also zum Beispiel die Webbrowser Firefox, Safari und Opera.
Facebook regiert vor Gmail und YouTube
Erst gestern hat Wakoopa außerdem die “State of the Apps” für das erste Quartal des Jahres veröffentlicht. Freunde der Statistik kommen hier voll auf ihre Kosten und erfahren zum Beispiel, dass Twitter weiterhin enorm wächst, Facebook ebenso während der Arbeitszeit wie in der Freizeit benutzt wird, dass die Nutzung von Google Chrome weiterhin stark steigt und dass World of Warcraft am meisten in Asien gespielt wird.

Die meist genutzten Apps sind demnach auf Windows übrigens Firefox und Google Chrome, auf dem Mac ebenfalls Firefox gefolgt von Safari. Das Web regiert dafür klar Facebook vor Gmail und YouTube. Zur Statistik tragen alle Wakoopa-Nutzer bei, die sich den Tracker installiert haben.
Community-Gedanke ist übertrieben, die Funktionen aber sind klasse
Während die Statistik-Funktionen wirklich interessant sind und Wakoopas Community mit Elementen aus FriendFeed, Facebook und Twitter gut programmiert ist, erschließt sich mir der Sinn einer Software-Community nicht ganz. Man kann selbst Software bewerten und sich mit anderen darüber austauschen. Das werden sicherlich viele Leute machen, der Nutzwert bleibt allerdings gering. Auch der Tracker, der nur zur Überwachung der eigenen Software-Nutzung auf dem Rechner installiert werden muss, bietet sonst keine weiteren Vorteile. Was außerdem noch fehlt, sind Charts über die Apps aus den inzwischen sehr zahlreichen App Stores für mobile Geräte.
Die Anzeige der Software-Alternativen, die Downloadmöglichkeit, das Trendbarometer und die Charts werden Wakoopa aber zu Recht zu der Anlaufstelle für Software im Web machen.




