Social Communities vernichten Zeit, gute Noten und Moral

Das mag jetzt etwas krass zusammengefasst sein, aber im Grunde weisen zwei aktuelle US-Studien auf genau diese möglichen negativen Effekte von Social Communities hin. Zeit, dass kann man ja noch nachvollziehen. Bedingt dadurch vielleicht auch noch kleinere Leistungseinbußen. Aber gleich die moralischen Werte? Amerikanische Forscher haben herausgefunden … Wenn so ein Satz beginnt, schmunzeln viele meist schon. Trotzdem wollen wir diese Studien nicht ignorieren, kommen sie doch von zwei angesehenen Universitäten und bieten zumindest interessanten Diskussionsstoff.


FONIC - Das ist die Wahrheit.

Facebook-Nutzer lernen weniger

Eine Untersuchung der Ohio State University unter 219 College-Studenten ergab, dass die 148 Facebook-User davon im US-Notensystem (GPA) lediglich auf einen Punkteschnitt zwischen 3.0 und 3.5 kommen und ein bis fünf Stunden in der Woche lernen. Abstinenten des sozialen Netzwerks lernen hingegen durchschnittlich wöchentlich elf bis 15 Stunden und schnitten mit 3.5 beziehungsweise 4.0 durch die Bank besser ab.

Aryn Karpinski, Studentin der Uni und Co-Autorin der Studie, meinte: „Wir können nicht sagen, dass die Nutzung von Facebook generell zu schlechteren Noten und weniger Zeit zum Lernen führt – aber wir konnten einen gewissen Zusammenhang entdecken.“ Vielleicht nehme das soziale Netzwerken einfach zu viel Zeit in Anspruch. Es könnte aber auch sein, dass Mitglieder der Online-Community bloß anfälliger für Ablenkungen seien oder etwa spezifische Persönlichkeitsmerkmale die Verbindung von Facebook mit schlechteren Noten erklärten.

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Zu wenig Zeit für Mitgefühl oder Bewunderung

Diese Persönlichkeitsmerkmale leiden laut unserer zweiten Studie ganz deutlich – nicht nur bei der Nutzung von Facebook, sondern explizit auch bei Twitter und allen anderen sozialen Netzwerken, die auf einem ständigen Kommunikationsfluss basieren. Forscher der Universität von Süd-Kalifornien fanden heraus, dass durch diese Plattformen das menschliche Gehirn überfordert wird. Das wiederum führe bei ständiger Nutzung zu Schäden und könne beispielsweise die moralischen Werte abstumpfen.

Der moralische Kompass gerate aus den Fugen, weil die Nutzer bei dem dauernden Datenfluss nicht die notwendige Zeit und Reflektionsmöglichkeit fänden, um etwa Mitgefühl oder Bewunderung zu entwickeln. Es dauerte bei den 13 Probanden rund sechs bis acht Sekunden, bis sie völlig auf Geschichten aus dem realen Leben („stories of virtue or social pain“) reagierten. Die neurowissenschaftlichen Details erfahrt Ihr in der Quelle …


 
 
 
 

Ein Kommentar zu “Social Communities vernichten Zeit, gute Noten und Moral”

  1. Anke - 17. April 2009 um 13:36

    Ja, ja, immer diese Studien… Ob die nun wirklich repräsentativ sind, möchte ich bezweifeln. Ich jedenfalls lerne jetzt nicht weniger als in der Vor-Facebook-Zeit. Da fand man halt andere Möglichkeiten, sich vom Lernen abzulenken. Aber vielleicht sind die Amis da ja anders…