Mjam und JustHunger: Essen online bestellen 2.0

Gute Nachrichten für Hungrige: Vorbei sind offenbar die Zeiten, in denen man sich verzweifelt und von Hunger geplagt auf die Suche nach den Flyern der jeweiligen Lieferdienste machen musste. Mit Mjam und JustHunger existieren nun zwei Bestellportale, die alle Lieferdienste und Restaurants in der Umgebung anzeigen – zusammen mit Speisekarte, Öffnungszeiten, Mindestbestellwert, Bewertung – und einem intelligenten Bestellsystem.

Mjam – Essen bestellen 2.0

Das österreichische Projekt Mjam bietet eine leicht zu bedienende Benutzeroberfläche, bei der zunächst die gewünschte Lieferadresse auf der Startseite eingegeben wird. Im Moment bietet Mjam den Service zwar nur für Wien und einige deutsche Großstädte an, aber das wird sich vermutlich bald ändern, denn das Konzept klingt nach einem echten Mehrwert – für Kunden und Restaurantbesitzer.


Hat man seine Adresse eingegeben, präsentiert sich dem Nutzer eine Liste von verschiedenen Restaurants, Bistros und Lieferdiensten – sortiert nach Entfernung, Qualität, Küche, Angebot und Öffnungszeiten – aus dem Umkreis der angegebenen Adresse. Bestellen kann man direkt online. Mjam leitet die Bestellung dann automatisch über verschiedene Übermittlungswege an die Restaurants weiter, wie uns Jevgeni Beliaikin von Mjam im Telefoninterview erklärte.

Mjam

Je nachdem, wie sich die Restaurants registriert haben, erhalten diese die Bestellung per Fax, E-Mail oder SMS. Für die Restaurants entfällt damit der Umweg über eine Website mit Bestellsystem. Kunden und Restaurant haben damit einen zusätzlichen, einfachen Weg, um zueinander zu finden. Wenn die Bestellung unterwegs ist, erhält der Kunde eine Bestätigung. Mjam dient also als Austausch-Plattform zwischen Kunde und Restaurant. Der Dienst will sich unter anderem über Provisionen von solchen Restaurants finanzieren, die über Mjam besonders viel Umsatz generieren.

JustHunger – mit einem paar Klicks zum gewünschten Essen

Ähnlich wie Mjam bietet JustHunger eine Plattform für Hungrige an, die ihr Essen am liebsten unkompliziert und online bestellen möchten. Auch hier werden über eine Adresseingabe Restaurants in der Nähe gesucht, deren Speisekarten auf JustHunger zur Verfügung stehen.

Mit ein paar Klicks ist man dann auch schon seinem gewünschten Gericht viel näher gekommen: Restaurant wählen, Gerichte aussuchen, Bestellung auf dem dem virtuellen Bestellzettel noch mal checken, Adresse angeben und abschicken. Die Bestellung wird dem jeweiligen Bringdienst per Fax, E-Mail oder Telefon mitgeteilt, und das Essen ist schon auf dem Weg.

JustHunger

Kein Anmelden notwendig

Bei beiden Diensten ist es nicht notwendig, sich dort einen Account anzulegen. Der Dienst ist für den Nutzer so oder so kostenlos. Entschließt man sich aber doch zu einem Account, bieten sich bei Mjam dem eingetragenen Nutzer noch einige andere Möglichkeiten. So kann man die einzelnen Restaurants, Bistros und Lieferservices bewerten und auch seine bisherigen Bestellungen auf der Mjam-Website einsehen. Auch für Restaurants, die möglicherweise noch in der Liste fehlen, bietet Mjam eine Lösung an: Im oberen Bereich der Seite befindet sich ein Button “Restaurant vorschlagen”.

Beide Dienste mit anderen Vorteilen

Bei JustHunger bieten sich dem registrierten Benutzer noch einige Vorteile mehr: Er erhält Zugang zur JustHunger-Community und kann nicht nur bewerten, sondern auch ein eigenes Profil anlegen, chatten, Freunde finden und eigene Events gestalten. Zusätzlich wollen die Betreiber mit “Kochen 2.0″ ihre Nutzer dazu animieren, ihre Kochergebnisse mit anderen zu teilen und sich gegenseitig zu bekochen.

Insgesamt ist Mjam, genau wie auch JustHunger, ein gelungener Service, der das Online-Bestellen von Speisen wesentlich vereinfacht. Jeder der beiden Services hat eigene Vorteile: Bei Mjam ist die Auswahl an Restaurants im Umkreis um einiges größer. Zusätzlich planen die Wiener eine eigene Website für das iPhone. (Update: Jevgeni Beliaikin teilt uns mit, dass die iPhone-Version bereits fertig sei, sich aber noch in der Closed-Beta-Phase befinde. Mjam sucht dafür noch Beta-Tester, die sich per Mail oder Twitter melden können.) Bei JustHunger ist dafür das Community-Konzept sehr interessant, auch wenn es vermutlich erst vernünftig funktionieren wird, wenn die Seite eine größere Verbreitung gefunden hat. Würde uns angesichts dieser beiden intelligenten Dienste aber wundern, wenn es nicht schnell dazu kommt.

6 Gedanken zu „Mjam und JustHunger: Essen online bestellen 2.0“

  1. Naja, ganz neu ist das Prinzip ja nicht. So gibt es bereits seit langer Zeit das Angebot http://www.lieferservice.de – mittlerweile eines der größten Essen-Bestellportale Deutschlands mit aktuell mehr als 750 angeschlossenen Restaurants in den größten Städten Deutschland und vielen weiteren Städten.

    Auch bei Lieferservice.de ist keine Anmeldung oder Registrierung des Kunden bei der Bestellung notwendig. Die einzelnen Restaurants sind in unterschiedliche Kategorien (wie z.B. asiatische Gerichte oder Pizza) eingeteilt, so dass sich schnell das passende Restaurant für das Wunschessen finden lässt.

    Restaurants können sich direkt über http://www.lieferservice.de anmelden – innerhalb kürzester Zeit nimmt Lieferservice.de mit den Interessenten Kontakt auf.

    Und Lieferservice.de ist den anderen Anbietern sogar noch einen Schritt voraus – es ist nämlich schon möglich, über das Mobiltelefon Bestellungen zu tätigen.

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