Fünf goldene Regeln für das Mobile Web

Ohne Euch damit zu langweilen, was so auf dem Cologne Web Content Forum bequatscht wird, kommen wir direkt zur Sache: Robert Fahle, Vice President von RTL Mobile, hat einen sehr interessanten Vortrag über Mobile Web gehalten und fünf goldene Regeln dafür präsentiert. Wir stellen diese nach dem Klick vor.

Anders als auf dem Rechner, aber nicht zwingend neue Anwendungen

  1. Jedes Handy ist anders, aber bei der Darstellung von Websites reicht der kleinste gemeinsame Nenner nicht. Ein eigenes Profil ist wichtig, das auf jedem Gerät optimal angezeigt wird.
  2. Das mobile Internet ist nicht Internet to go. Neue Konzepte müssen erdacht werden. Die Website einfach auf das Handy zu übertragen, wird nicht funktionieren.
  3. Mobile Internetnutzer ticken anders als Menschen, die zu Hause vor dem Rechner sitzen. Mobile Webseiten werden auf andere Art und zu anderen Tageszeiten abgerufen. Und nicht selten wollen Smartphone-Nutzer auf ihrem Gerät ganz andere Informationen als zu Hause am Rechner.
  4. Der mobile Mehrwert kann auch die mobile Nutzung als solche sein. Oft reicht es schon, die gleichen Inhalte wie im Web jetzt auch mobil zu haben. Es muss nicht immer etwas rein mobil-spezifisches mit GPS-Anbindung sein.
  5. Die Hauptarbeit für Content-Anbieter wird bereits von den Netzbetreibern erledigt. Um Probleme mit Bandbreite und Endgeräten (Handys und Smartphones) müssen sich Medienmacher nicht mehr kümmern. Sie können sich ganz auf die Plattformen und die Inhalte konzentrieren.

Robert FahleErstaunlich starke Nutzung am Wochenende

Für das mobile Internet stellt Fahle ein gänzlich anderes Nutzungsverhalten fest als beim Internet zu Hause oder im Büro. Gerade am Wochenende steigt bei RTL Mobil die Nutzung stark an, während Websites an diesen Tagen traditionell die schwächsten Tage verzeichnen. Fahle nennt zwei Gründe dafür: 1. Man muss den Rechner nicht hochfahren, um ins Internet zu kommen, kann also auch Ausflüge machen oder muss gar nicht erst vom Sofa aufstehen. 2. Sportergebnisse. Von denen gibt es die meisten am Wochenende, und nur für Ergebnisse schaltet niemand gerne den Rechner ein. Praktisch, wenn man das direkt vom Handy aus kann.

In der Woche sind die Hauptnutzungszeiten laut Fahle übrigens mittags, zwischen 19 und 20 Uhr, und am Wochenende noch einmal um Mitternacht, wenn Partygänger auf dem Heimweg sind oder nach Hause kommen und Nachrichten und Mails lesen wollen.

Bisher bekannte Nutzergewohnheiten werden sich also durch das Mobile Web komplett verändern. Das ist eine der interessantesten Erfahrungen des Tages. Fahle nannte übrigens Apples App Store als einen sehr angenehmen Einstiegsweg. Das Beispiel des Apps der Zeitschrift “Stern”, das in wenigen Tagen 120.000-mal heruntergeladen wurde, zeige, dass die Nachfrage nach Mobile News bereits erstaunlich hoch sei.


 
 
 
 

3 Kommentare zu “Fünf goldene Regeln für das Mobile Web”

  1. bulldrinker - 2. April 2009 um 17:27

    Wenn ich mal ans frühere WAP denke, hat sich in den letzten Jahren wirklich was getan!

  2. Heinkas News » Blog Archive » 5 goldene Regeln für das Mobile Web - 3. April 2009 um 08:17

    [...] Quelle: freshzweinull.de [...]

  3. 2nd Cologne Web Content Forum 2009, Cologne | Maciej Kuszpa on Mobile Social Networks and Mobile Learning - 3. April 2009 um 09:58

    [...] usability of mobile portals from the operators and about five golden rules – you can read more about those suggestions for mobile content on the blog freshzweinull.de (in German) by Jürgen Vielmeier. I also liked Roberts comments about the Apple iPhone; “yes, [...]