Bildblog wird zum Watchblog für alle Medien

Tief greifende Veränderungen bei Deutschlands Vorzeigeblog BILDblog: Nachdem Mitgründer Christoph Schultheis vergangene Woche seinen Abschied verkündet hatte, machen die verbliebenen Blogger Lukas Heinser und Stefan Niggemeier nun ein Watchblog für alle Medien daraus. Endlich!

Was Blogs sind, und wozu man sie braucht, konnte man unbedarften Menschen in der Anfangszeit des Web 2.0 am besten am Beispiel von BILDblog erklären. Das Watchblog war und ist ein Positivbeispiel, das man als Teil der Blogosphäre immer wieder stolz vorzeigen konnte, auch wenn man mit BILDblog selbst eigentlich gar nichts zu tun hatte.

Bildblog

Gründe gibt es genug

BILDblog besteht sehr erfolgreich seit mittlerweile fünf Jahren. Aber auch Blogs müssen wachsen. Und weil es ja nicht so ist, dass in anderen Medien außerhalb “Bild” und Bild.de kein Blödsinn geschrieben würde, gehen Niggemeier, Heinser und das neue Teammitglied Christian Jakubetz nun die ganze Szene an. Gründe dafür gibt es genug, wie die Autoren nach dem Feldversuch “BILDblog für alle” im Dezember anhand von Negativbeispielen in “WAMS”, “Focus”, “FAZ” und auch dem “Spiegel” festgestellt haben.

Für die Autoren ist der Schritt nicht weit: Niggemeier hat sein privates Blog in den vergangenen Jahren ohnehin zu einem Medienwatchblog ausgebaut, auch Heinsers coffeeandtv.de ist immer mehr zum Medienkritikblog geworden. Den Anfang im neuen BILDblog für alle macht die Journalistin Kathrin Passig mit einem Grußwort, das die Wichtigkeit von Recherche und Watchblogs darlegt. Ein guter Anfang.

Ob BILDblog auch mit der neuen Herausforderung auf dem gleichen hohen Niveau weiterarbeitet wie bisher, bleibt zu hoffen. Die Verbreiterung dürfte den Autoren erheblich mehr Arbeit verschaffen, das Blog für die Leser aber auch interessanter machen. Dann also viel Erfolg bei der umfassenden Medienschelte auch mindestens in den nächsten fünf Jahren!

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