Yahoo mit “friends on fire” mal wieder nur zweiter Sieger

Es bleibt dabei: Was Google ins Leben ruft, gibt es meist kurze Zeit später auch von Yahoo. Die Webplattform hat auf der Entwicklerkonferenz SXSWi die Facebook-Anwendung “friends on fire” vorgestellt, die auf Yahoo FireEagle basiert und den Standort der Freunde auf einer Karte darstellen soll. Facebook-Mitglieder können die Anwendung in ihrem Profil installieren und ihre Freunde dazu einladen. Zurzeit kämpft sie aber noch mit Kinderkrankheiten.

Noch nicht für Mobiltelefone

FireEagle setzt nicht auf GPS-Daten, sondern bezieht Informationen von WLAN-Standorten und selbst eingetragenen Adressen aus anderen Diensten, die auf Positionsdaten setzen. Gravierendster Unterschied und gleichzeitig größter Nachteil von “friends on fire” gegenüber Google Latitude: Es gibt die Anwendung noch nicht für Mobiltelefone, was sie ebenso statisch wie witzlos macht. FireEagle-Chefentwickler Tom Coates kündigte immerhin an, dass eine mobile Version folgen soll.

Friends on Fire

Erste Anwender wie CNet-Autor Stephen Shankland sind im Praxistest von der Software noch wenig angetan. Freunde von ihm, die eigentlich im Büro sein sollten, wurden von “friends on fire” zeitweise auf einem Fischerboot im Meer verortet. Andere kritisieren ständige Abfragen der Position und damit lange Lade- und Updatezeiten. Wir ärgern uns über eine aufwändige Anmeldeprozedur und die Notwendigkeit, sich zuvor bei Yahoo FireEagle zu registrieren. Das ist bei Google Latitude alles offenbar besser gelöst. Und damit – tja – war Google wie so oft nicht nur schneller mit einer neuen Entwicklung, sondern auch noch besser. Siehe Websuche, Bildsuche, Newssuche, Webmailer, Groups, …