Nicht auf dem Laufenden – na und?

„Das Internet wird vor allem als sporadische Informationsquelle genutzt – bei Bedarf. Diese Möglichkeit greift die Vorstellung an, dass solides Wissen auf kontinuierlicher Information aufbaut. Dadurch sinkt das Bedürfnis, immer auf dem Laufenden zu sein. Es folgt eine sporadischere Nutzung aller Medien.“ Diese und mehr interessante Thesen präsentierte Prof. Dr. Renate Köcher, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach, bei den Mainzer Tagen der Fernsehkritik 2009.

Köcher betonte (PDF-Link), in der tagesaktuellen Information spiele das Internet nach wie vor eine untergeordnete Rolle, hier dominieren TV und Zeitungen. Die aktuellen Veränderungen der Mediennutzung signalisierten jedoch eine Zeitenwende im Umgang mit Information. Beim qualitativen Nutzungsverhalten sei vor allem aufgrund der Informationsfülle ein schärferes Selektieren und eine Verengung des Interessensspektrums festzustellen. So hätte insbesondere die junge Generation ein sinkendes Interesse an gesellschaftlichen Themen.

Das heißt übersetzt: Wir nehmen Nachrichten nur dann auf, wann wir wollen und nicht, wann “Tagesschau” oder Zeitungsabo es uns vorschreiben wollen. Das werden die etablierten Medien nicht gerne hören …


 
 
 
 

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