Joost mit deutschen Partnerschaften

Das Internet-Video-Portal Joost hat Verträge mit 13 deutschen Content-Partnern geschlossen und möchte damit endlich auch den hiesigen Markt erschließen. Dank Lieferanten wie Diva oder Süddeutsche Zeitung TV seien zunächst mehrere 100 Stunden deutschsprachige Inhalte abrufbar – gemessen zu den restlichen rund 57.000 verfügbaren Videos ein eher verschwindend geringer Anteil.

Joost

Doch der Weg für Joost scheint kein leichter zu sein, wie Vorstand Mike Volpi gegenüber der FAZ erklärt: “Wir sprechen mit allen großen Medienunternehmen in der Welt. Deutschland ist da keine Ausnahme. Wir starten mit den kleinen Anbietern und müssen dabei den großen beweisen, dass wir ein wertvoller Partner sind. Ich hoffe, dass wir dann auch deren Inhalte bekommen”. Weitere Hoffnung setzt das Unternehmen auf die zusätzlich bekannt gegebene Kooperation mit dem Social Network Netlog, mit dem europaweit zusätzliche 40 Millionen Nutzer erschlossen werden sollen.

Ob sich Joost, das sich mit 15- und 30-sekündigen Werbeschaltung vor den Videos finanziert, auch hierzulande durchsetzen kann, bleibt fraglich. In Deutschland haben sich neben den internationalen Anbietern wie YouTube, Zattoo und Hulu.com auch Anbieter wie Sevenload, Clipfish oder Maxdome erfolgreich platziert. Doch Volpi zeigt sich optimistisch: Im Interview mit Horizont.net hofft er auf “auf einige Millionen Zuschauer” in Deutschland.