GhostNet: Chinesisches Spionagenetzwerk breitet sich aus

Forscher des kanadischen Munk Center for International Studies wollen ein weltweites Spionagenetzwerk entdeckt haben. Nach einem Bericht des in Toronto ansässigen Instituts seien mindestens 1.295 Rechner in 103 Staaten infiltriert worden, und jede Woche kämen rund ein Dutzend dazu. Das als “GhostNet” bezeichnete Netzwerk würde von fast ausschließlich in China stationierten Rechnern kontrolliert und ginge gezielt gegen Rechner von Botschaften und Regierungen in Asien vor.

Unklar ist zurzeit, welche Kräfte hinter dem GhostNet stecken. So rechnen die kanadischen Wissenschaftler das Netzwerk auch nicht der chinesischen Regierung zu, die gegenüber der New York Times auch durch einen Sprecher jegliche Verbindung abstreiten lässt. Es sei nach Meinung der Forscher auch möglich, dass chinesische Privatpersonen mit patriotischen Motiven, die CIA oder gar Russland hinter dem Spionagenetzwerk stünden.

Geheimdienste warnen vor Cyber-Angriffen aus China

Unterdessen befürchtet der britische Geheimdienst mögliche Cyber-Angriffe aus China. Nach einem Bericht der Times Online warnen die Schlapphüte vor der Möglichkeit, dass China in der Lage sein könnte, in Großbritannien elementare Infrastruktur wie Telekommunikationsnetze oder die Stromversorgung lahmzulegen. So könnte für diesen Zweck Technik des TK-Konzerns Huawei missbraucht werden, der offenbar die zentrale Komponenten des 10-Milliarden-Pfund-Netzwerks geliefert hat.


 
 
 
 

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