Aufruf zur Aktion: Fotografiert Googles Street-View-Flotte!

Irgendwie ist das doch paradox: Da nimmt sich ein Weltkonzern heraus, ganze Städte Haus für Haus abzufotografieren. Hunderttausende Menschen werden dabei – nur leidlich unkenntlich gemacht – bald online zu bewundern sein. Ob sie wollen oder nicht. Aber wenn sie selbst fotografiert werden sollen, reagieren die Mitarbeiter von Googles Stadtfotografiedienst “Street View” oft regelrecht öffentlichkeitsscheu. Das berichtet Twitterer t_al, der den Parkplatz von Googles Street-View-Flotte in Berlin fotografiert hat.

Google Street View Flotte Astra

An Google liegt es jedenfalls nicht, dass Opel in der Krise steckt, witzelt André Vatter auf Basic Thinking: Die deutsche Street-View-Flotte scheint komplett aus Opel Astras zu bestehen. t_al, der Fotograf, musste an dem Bild noch einmal Hand anlegen, wie er in einem Kommentar zum Beitrag im Google Watchblog erklärt:

“Die Kennzeichen und Gesichter habe ich händisch unscharf gemacht. Die Google-MAs waren eh schon nicht begeistert, als ich vom Dach Bilder gemacht habe. Muss man sich mal vorstellen, Google Streetview will nicht fotografiert werden. Wie absurd.”

In der Tat! An und für sich wird “Street View” sicher ein schöner Dienst werden. Google Earth samt seinem Foto-Add-on Panoramio nutzen wir sehr gerne. Und bald ganze Straßenzüge anzuschauen, wird ungeheuer praktisch sein. Trotzdem: Wer sich herausnimmt, die halbe Welt abzufotografieren, der muss auch damit leben können, selbst fotografiert zu werden.

Deswegen rufen wir hiermit zur Google-Fotografier-Aktion auf: Bilder, die Ihr uns von einem Google-Street-View-Wagen schickt, werden wir hier veröffentlichen! Da die Autos bald vermehrt durch deutsche Städte rollen sollen, wird es da sicher einige zu erhaschen geben. Und wie sie aussehen, wisst Ihr ja jetzt. Also: Legt Euch auf die Lauer und schickt uns Eure Fotos mit Angabe des Ortes! redaktion at websitename.de.

8 Gedanken zu „Aufruf zur Aktion: Fotografiert Googles Street-View-Flotte!“

  1. Der Fotograf ist übrigens nicht Carsten Lang, wie im Text fälschlich behauptet. Der Link stimmt dagegen :-)
    Gruß Tom

  2. Der Grund warum die sogenannten “Mitarbeiter” von Google nicht fotografiert
    werden wollen ist, dass es (im eigentlichen Sinne) keine Google Mitarbeiter sind! Die Crew der Fahrer besteht größtenteils aus Leiharbeiten, Studenten und Arbeitslosen, die lediglich für diese Stelle vermittelt wurden. Die Dauer der Anstellung ist auf den Zeitraum der abzufahrenden Gebiete begrenzt. Dies ist für die Leute nur eine Möglichkeit zu einem Nebenverdienst, wodurch niemand automatisch veranlasst wird, das spezielle Interesse von Google an den Aufnahmen zu teilen! Wer möchte da schon sein Gesicht in der Zeitung sehen???

    Fotos gibts es nur wozu diese hier veröffentlichen?
    Die komplette Flotte besteht aus schwarzen Opel Astra, lediglich die Kennzeichen variieren.
    Wer weitere Infos (inkl. Foto) wünscht, findet diese bei Wikipedia!

    Gruß

  3. Nachtrag: Bei der Aufnahme handelt es sich um den Fuhrpark der gesamten für Deutschland vorgesehenen Flotte.
    Die Fahrer haben einen Soll von +/- 150 km pro Tag, wodurch selbst größere Städte binnen kürzester Zeit abgefahren sind. Die Fahrten werden nur bei “gutem” Wetter absolviert und die Fahrzeuge verbleiben für die Zeit der Aufnahmen bei den Fahrern. Geschwindigkeiten bis 120 km/h bei ausgefahrenem Mast sind ohne Qualitätseinbußen der Bilder möglich. Der Verbrauch an Festplatten ist beachtlich, ca. 1 TB / 400 – 500 gefahrene km.

    Gruß

  4. Der angesprochene Mitarbeiter war sehr wohl Mitarbeiter von Google. Es handelte sich nicht um einen der Fahrer, die wie richtig erwähnt aus Aushilfen bestehen. Die Google-MAs sind MA von Google Schweiz.

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