Smartphone-Apps sollen den Musikmarkt aufräumen
25. Februar 2009 - Redaktion
Smartphones werden den Musikmarkt radikal über den Haufen werfen, meint Terry McBride, CEO der US-Plattenfirma Nettwerk Music Group laut einem Bericht von pte/Wall Street Journal. „Applikationen, wie sie bereits für das iPhone existierten, werden die Geschäftsbedingungen der Musikbranche radikal verändern“, erklärte er. Außerdem zeigt er sich überzeugt, dass weiterentwickelte Mobiltelefone den PC bald endgültig als Kontrollcenter für Medieninhalte ablösen werden. freshzweinull hat sich mal beim Nachwuchs umgeschaut, inwiefern denn Handys bereits zum Hören von MP3s und Radio verwendet werden.
In der aktuellen Studie Kinder und Medien (KIM) 2008 vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest heißt es, dass es in 95 Prozent der Familien in Deutschland mindestens ein Handy gibt, jedes zweite Kind im Alter von 6 bis 13 Jahren hat sogar sein eigenes.
Knapp über 30 Prozent der Handys, die Kindern zur Verfügung stehen, können als MP3-Player oder zum Radio hören benutzt werden. Die Zahl derer, die das Handy als Musikabspielgerät verwendet, steigt, so die Studie. Allerdings ist die effektive Nutzung bei 7 Prozent der Mädchen und 14 Prozent der Jungen noch auf niedrigem Niveau und sicher ausbaufähig.
95 Prozent der Teens haben ein Handy
Im Pendant „Jugend in Medien 2008 (JIM) stellte der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest fest, dass natürlich für die 12- bis 19-Jährigen der Besitz eines Mobiltelefons schon seit einigen Jahren eine absolute Selbstverständlichkeit ist. Inzwischen besäßen 95 Prozent ein eigenes Handy, unabhängig von Geschlecht oder Bildungshintergrund. Drei Viertel könnten mit dem MP3-Player des Mobiltelefons auch Musik abspielen und 61 Prozent Radioprogramme empfangen.
Zunehmend etabliere sich das Handy als Musikmedium, so die Studie. 43 Prozent hören bereits mit dem Handy Musik, und bezogen auf die 14 Tage vor der Befragung gaben immerhin 13 Prozent eine Radionutzung via Handy und 10 Prozent via MP3-Player an. Häufig genutzt werde zudem die Möglichkeit, MP3s per MMS zu versenden oder via Bluetooth zu tauschen.
Für 14 Prozent der Jugendlichen sei „Musik hören“ die wichtigste Handy-Funktion, für 11 Prozent die zweitwichtigste und für 16 Prozent die immerhin drittwichtigste. Da ist die Musikbranche gefragt, interessante Modelle und Applikationen zu liefern, um diesen interessanten Markt zu bedienen. Die Nachfrage scheint ja auf jeden Fall zu existieren.




Ich finde es schlimm wenn bereits Volksschüler mit so einem Gerät in der Tasche rumlaufen. Ich hab mein erstes Handy erst in der Hauptschule (also vor ein paar Jahren) bekommen. Das war totaler Schrott aus heutiger Sicht – schwer und nur zum Telefonieren SMS schreiben verwendbar.
Im Gegensatz dazu die modernen Technikwunder, vollgestopft mit Extras – das Telefonieren wird schon zur Nebensache.