Gar nicht übel: Die “Social Bar” von Google Friend Connect

Es ist wie so oft, wenn man wie täglich mit neuen Webprojekten bombardiert wird: Man wirft einen Blick darauf, entscheidet, dass es nichts für einen ist und geht dann zur Tagesordnung über. So ging es mir mit “Friend Connect“, einer Art Mischung aus Freundenetz (wie Facebook) und Statusupdater (wie Twitter), das Google vergangenen Sommer vorgestellt hat. Man kann damit ganze Webseiten bauen, die einem Blog gleichen, und darauf eigene Neuigkeiten und die der Freunde platzieren. Meine Standardreaktion: Kenne ich schon, habe ich schon, brauche ich nicht, geht Google nichts an.

Google Social Bar

Aber dann fiel mir neulich drüben bei Uwe diese sehr interessante Leiste ins Auge: Google kombiniert sie mit Friend Connect und nennt sie “Social Bar”. Und da steckt wirklich Feuer hinter.

Die Social Bar gleicht der Windows-Taskleiste oder eigentlich eher der Facebook-Statusbar. Man kann sie leicht in seine eigene Homepage oder sein Blog einbauen. Der Hauptbereich in der Mitte zeigt die aktuellste Meldung um das Blog, etwa einen neuen Eintrag oder den neuesten Kommentar eines der Blog-Nutzer. Die Funktion gleicht dem momentan sehr populären Mini-Feed auf Facebook, auf dem man nach dem Einloggen lesen kann, was die Freunde in letzter Zeit so gemacht haben.

Google Social Bar

Treffpunkt für Freunde, Plattform für Twitter oder Facebook

Links, wo sich bei Windows der Startknopf befindet, zeigt die Google Social Bar lediglich an, ob man eingeloggt ist oder nicht. Interessanter ist die rechte Seite: Hier gibt es Kommentare und Profile von Freunden des Blogs, sowie die Möglichkeit zu kommentieren.

Google Social Bar

Momentan ist die Social Bar noch eine eher statische Seite mit wenig Funktionen. Faszinierender sind die noch nicht ausgeschöpften Möglichkeiten: Man könnte seine Lieblings-Websites ansteuern und dort seine Freunde treffen, sich mit ihnen über aktuelle Einträge der Website unterhalten oder neue Leute kennenlernen. Man könnte Twitter-Meldungen verschicken, während man auf der Seite ist oder die Profile anderer Leser studieren, sich vielleicht sogar direkt wie über Xing vernetzen. Es käme nur darauf an, welche Dienste Google Friend Connect noch integriert. Mit einem Klick auf die Funktionen, klappt die Seite übrigens nach oben aus, ohne neu zu laden oder den Inhalt der aktuellen Seite zu berühren.

Google Social Bar

Die “Google Social Bar” mit Friend Connect klingt nach einer in Zukunft sehr interessanten Sache. Wir werden das mal im Auge behalten.


 
 
 
 

4 Kommentare zu “Gar nicht übel: Die “Social Bar” von Google Friend Connect”

  1. jweck - 15. Februar 2009 um 18:15

    Nach Deiner Beschreibung klingt der Service für mich wesentlich attraktiver. Ich haber die Social Bar testweise bei mir eingebunden. Mal schauen wie es sich auswirkt. Wie immer danke für den Hinweis und den erstklassigen Artikel!

    Beste Grüße,
    Jan

  2. Uwe - 15. Februar 2009 um 21:58

    Die Social Bar hat Feuer… das glaub ich auch.
    Allerdings würd ich mich über mehr Interaktivität der Nutzer freuen… ;-)

    Aber schön, dass du mich und Alles2null als Beispiel genommen hast, Danke.

    Grüße
    Uwe

  3. Toni - 31. Mai 2009 um 11:10

    Finde sie gut, verwende sie nun auch !
    Kann ich nur weiterempfehlen!

  4. Zwischem dem Surfen eine Runde spielen: On-Site-Gaming endlich salonfähig | YuccaTree - 13. August 2009 um 11:23

    [...] mehr Websites als Fußleiste eingebunden wird, so unter anderem auf The NextWeb. Diese ähnelt der Social Bar von Google Friend Connect, die es seit einigen Monaten gibt. Wibiyas Toolbar wirkt auf mich aber [...]