Facebook nimmt neue Geschäftsbedingungen zurück

Facebook rudert zurück: Die klammheimlich eingeführten neuen Geschäftsbedingungen werden wieder zurückgenommen. Das verspricht Facebook-Chef Mark Zuckerberg nach massiven Protesten der Nutzer jetzt in seinem Blog. Die neuen Geschäftsbedingungen sahen vor, dass Facebook die Herrschaft über alle Daten der Nutzer behält, auch Fotos und Statusmeldungen, und sie veröffentlichen oder für marktforschende Zwecke nutzen darf. Ohne die Nutzer darüber zu informieren, wurde dieser kleiner aber entscheidende Zusatz am 4. Februar in die AGB aufgenommen und vor wenigen Tagen bekannt.

Bereits vor gut einem Jahr schlug Facebook eine ähnliche Protestwelle entgegen. Die geplante Einführung personalisierter Werbung musste das Freundenetz nach ebenfalls enormen Protesten wieder zurücknehmen. Die Entscheidung, jetzt zu den alten AGB zurückzukehren, kommt für Facebook gerade noch rechtzeitig. Mehr noch als ein Abwandern zu anderen Netzen hätte die AGB-Änderung eine innere Kündigung der Benutzer auslösen können, wie StudiVZ sie nach der Einführung neuer AGBs vor gut einem Jahr erlebte: Die Nutzer werden sensibler, was die Preisgabe ihrer Daten angeht; sie ändern ihre Namen oder erstellen Fake-Profile. Im Falle von StudiVZ war das der Anfang vom Ende.


 
 
 
 

5 Kommentare zu “Facebook nimmt neue Geschäftsbedingungen zurück”

  1. Andreas Beer - 18. Februar 2009 um 11:54

    Tja, im Zweifelsfall vor der Löschung immer erst nonsens-daten eintragen, wenn sie die behalten und verwenden kann es einem egal sein. Ich denke keine Community zeichnet die komplette History ihrer User nach, sondern immer nur den aktuellsten Stand.

    Was mich viel eher stört ist, dass man vor der Anmeldung bei einer Community nie die Möglichkeit hat zu sehen, ob und wie es möglich ist den Account löschen zu lassen.

  2. Redaktion - 18. Februar 2009 um 23:03

    Facebook hat sich damit auf jeden Fall keinen Gefallen getan. Hab trotz der Rücknahme der AGB-Änderung heute schon von mehreren Leuten gehört, dass sie ihren Account löschen wollen – sofern das überhaupt geht. ;)

  3. Jaja - 19. Februar 2009 um 00:11

    Nein, man kann seinen Account nicht löschen sondern nur “deaktivieren”!
    Darüber sollte mal jemand schreiben…

  4. Fragwürdge Werbung: Lokalisten erhängt Gefangene | freshzweinull +++ - 19. Februar 2009 um 11:04

    [...] keine gute Woche für Social Networks: Erst das Mediendesaster um Facebooks heimlich eingeführte und dann widerrufene AGB-Änderung, dann ein morbides Werbespiel von Xing, nun auch noch Lokalisten. Über all das gab [...]

  5. Nachteil: Internet jetzt grenzübergreifend « Social media failblog - 17. Juni 2009 um 14:55

    [...] verbirgt sich hier ein valider Punkt. Also, ein Anfang Februar für 14 Tage valider Punkt. Aber beiseite mit den Spitzfindigkeiten: Ich habe sowieso schon keine Lust mehr auf dieses soziale [...]