Spuckattacke: Arrington beschuldigt Blogs der Konkurrenz
29. Januar 2009 - Jürgen Vielmeier
US-Blogpapst Michael Arrington beschuldigt die Konkurrenz, den Spuck-Angriff eines Unbekannten auf ihn am Dienstag in München heraufbeschworen zu haben. (Wir berichteten gestern darüber kurz auf Twitter.) Konkret geht der Techcrunch-Gründer mit den Konkurrenzseiten AllThingsD und Valleywag ins Gericht. Diese hätten ihn in Beiträgen kritisiert und zur Hassfigur erklärt.
“Ich glaube, es sind verrückte Leute da draußen, wie der Typ, der gedroht hat, mich umzubringen”, sagte Arrington in Erinnerung an Morddrohung gegen ihn vergangenen Sommer. “Ich wünschte nur, dass die Leute den Verrückten nicht weiß machen würden, dass ich ein gutes Ziel abgebe.” Dow Jones als Besitzer von AllThingsD ließ die Vorwürfe ebenso dementieren wie Gawker-Verleger Nick Denton, der die Redaktion des Technik-Klatschblogs Valleywag vor kurzem aufgelöst hatte.
Europa kein gutes Pflaster
Ein Unbekannter hatte Arrington am Dienstag auf dem DLD-Kongress in München ins Gesicht gespuckt, als der Techblogger gerade die Veranstaltung verlassen wollte. Was Arrington nach eigenen Angaben neben dem Angriff besonders schmerzte, war die Tatsache, dass offenbar niemand der Umstehenden eingegriffen hatte oder zur Hilfe geeilt war.
Es wird sein Bild über Europa nicht verbessern: Bereits im Dezember hatte sich Arrington beim Besuch der Konferenz “Le Web” in Paris über die trägen Europäer beklagt. Veranstalter Loic Le Meur hatte sich daraufhin einen bloggenden Schlagabtausch mit Arrington geliefert, der in einer Abstimmung darüber gipfelte, ob Arrington im nächsten Jahr überhaupt wieder eingeladen werden sollte. (Die Mehrheit stimmte dagegen.)
Nach der Spuckattacke und weiteren Morddrohungen fordert Arrington nun ein Umdenken und will im Februar eine Auszeit nehmen. Ob er danach weiterbloggen werde, wisse er noch nicht.



