Mitleid gesucht: miese TV-Serien-Quoten wegen Downloads
“Amerikanische TV-Serien haben im deutschen Fernsehen schlechte Einschaltquoten, weil die Zuschauer sie schon im Internet gesehen haben”, so lautet das Fazit einer Analyse bei sueddeutsche.de. So führe insbesondere die zeitliche Verzögerung bei der Ausstrahlung dazu, dass Serienfans im Netz auf die Suche nach der nächsten Episode gehen. Bleibt die Frage, ob die TV-Produzenten nicht einen ähnlichen Fehler begehen, wie vor nicht allzu langer Zeit die Musikindustrie. Selbstverständlich sind und bleiben die meisten Downloadmöglichkeiten illegal. Aber geht hier nicht das Angebot am Bedarf vorbei? Wenn also die Anhänger von “Lost”, “Prison Break” & Co. schon diesen strafbaren Umstand auf sich nehmen, warum nicht legale Downloadmöglichkeiten anbieten? Apple ist mit dem iTunes Store (wieder mal) auf dem wichtigen Weg, auch wenn das Angebot (wieder mal) zunächst vor allem für den US-Markt verfügbar ist. Und, dass es auch ohne zeitliche Verzögerung geht, zeigen Beispiele wie “Desperate Housewives”, deren Ausstrahlung zeitnah erfolgt. Die TV-Industrie sollte also weniger auf die Internetnutzer schimpfen und lieber ihre Geschäftspraktiken überdenken.



