Angespielt: Das Pennergame – woher kommt der Hype?

Das Pennergame ist zu einem echten Hit geworden: Die Website zum Spiel hat nach Angaben der Betreiber Marius Follert und Niels Wildung 1,5 Millionen Besucher am Tag. Das läuft so gut, dass die beiden jetzt über eine Internationalisierung nachdenken und von ihrem Investor ICS Inter­net Consumer Services eine weitere Kapitalspritze erhalten haben. So viel Erfolg und Geschäftstätigkeit sei ihnen gegönnt. Aber hält das Spiel, was der Erfolg verspricht? Unser Spieletester Rob Bubble kann den Hype nicht ganz nachvollziehen: Sound gibt es nicht, mit Grafik ist nicht viel – und mit Spielspaß leider auch nicht.

In jedem normalen 0815-Game nehmen Sie die Rolle eines Helden ein – nicht so im Pennergame, denn dort spielen Sie, wie der Name schon sagt, einen Obdachlosen. Beziehungsweise einen temporären Obdachlosen. Ihre Aufgabe ist es nämlich, Ihren Penner vom Bettler zum Schlossbesitzer aufsteigen zu lassen.

Zu Beginn benötigen Sie erst einmal Geld, also sammeln Sie entweder Pfandflaschen oder vollziehen kleinere Einbrüche. Später helfen Ihnen diverse Fähigkeiten, wie zum Beispiel das Musizieren und ein trainiertes Haustier, Ihr Brot zu verdienen. Haben Sie Ihre ersten Ersparnisse angesammelt, erwerben Sie einen Schnorrplatz und ein Eigenheim, kaufen sich ein besseres Haustier oder versuchen sich am Glücksspiel. Sobald Sie die nötigen Fähigkeiten besitzen, können Sie auch gegen einen der anderen über 1,2 Millionen Spieler antreten.

Gute Zusatzfeatures erhöhen den Spielspaß leider nicht

Pennergame ist ein Spiel für zwischendurch, bei dem Sie nur ab und zu mal klicken müssen, Sie spielen also nicht wirklich aktiv, und der Spielspaß geht schnell verloren. Dafür bietet das Game aber schöne Features: Ein Ranking zeigt Ihnen an, wie gut Ihr Penner im Vergleich zu den anderen Obdachlosen ist, ein optionales Firefox-Plugin hält Sie immer up-to-date, mit einem persönlichen Link für Foren bekommen Sie für jeden Klick Geld. Und wenn Sie wollen, können Sie das Pennergame sogar per SMS steuern – dass kann den Spielspaß aber leider auch nicht erhöhen.

Dass das Thema des Spiels kontrovers ist, ist offensichtlich, doch wenn Ihnen das nichts ausmacht, und Sie außerdem Spiele mögen, bei denen Sie nur ab und an aktiv dabei sein müssen, dann können Sie mal einen Blick auf das Pennergame werfen.

freshzweinull-Wertung
Grafik: 1/5
Sound: nicht vorhanden
Spielspaß: 2/5
Gesamtwertung: 2/5

pennergame.de, spieletipps.de (Pennergame Cheats), golem.de (Menschenwürde), basicthinking.de

5 Gedanken zu „Angespielt: Das Pennergame – woher kommt der Hype?“

  1. Gut zusammengefasst und genau meiner Meinung: das Spiel ist total öde. Aber trotzdem Gratulation an die Macher, die sich gerade dumm und dämlich damit verdienen.

  2. also ich verstehe nicht, was ihr gegen dass Pennergame habt.
    habt ihr euch schon mal die Texte zu den Waffen, Eigenheimen usw durchgelesen?
    Sie sind einfach herrlich!

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