Android-Handy G1: Enttäuschende Konditionen von T-Mobile

Na gut, wir mögen iPhone-Fans sein. Aber zu welchen Konditionen T-Mobile das erste Google-Handy ab dem 2. Februar in Deutschland vermarkten will, lässt uns nicht wirklich von der Stuhlkante kippen. Die gute Nachricht: Der Anschaffungspreis ist niedrig. Selbst beim Einstiegstarif XS mit einer Grundgebühr von 24,95 Euro (und jeder Menge Extrakosten für Telefongespräche, SMS und Datennutzung) kostet das G1 nur 59,95 Euro. In den anderen Tarifen S, M und L kostet die Anschaffung sogar nur 1 Euro. Alle weiteren Tarife hat T-Mobile hier schön übersichtlich für Sie aufgelistet. Um es kurz zu machen: Es fehlt mal wieder eine echte mobile Datenflatrate.

Selbst die drei teureren Tarife S, M und L enthalten nur ein Freivolumen von einem GByte. Überschreitet man das Volumen, wird die Verbindungsgeschwindigkeit auf 64 KBit/s (ISDN-Geschwindigkeit) heruntergefahren. Eine Quasi-Flatrate mit fünf GByte wie im Tarif XL beim iPhone fehlt, und das macht beim G1 nicht wirklich Freude. Denn das Google-lastige Handy, das eine Synchronisation mit Google-Diensten wie Mail und Calender fast zwingend voraussetzt, verbindet sich ständig mit dem Internet und verursacht dadurch ein hohes Datenvolumen. Man ist also auf gute WLAN-Verbindungen angewiesen.

In der Entwicklung hinterher, trotzdem nicht wirklich preiswerter

Sicher hat das G1 mit seinem Trackball, dem als ordentlich empfundenen Touchscreen, eingebautem HSDPA und GPS und der ausziehbaren Tastatur auch seine Vorteile, und auch der Android App Store wird rechtzeitig starten. Viele Tester empfanden die Bedienung des G1 im ersten Eindruck aber als etwas altbacken und das Gerät deutlich schlechter verarbeitet als das iPhone, die Tastatur nicht wirklich praktisch, die Akkuleistung zu schwach.

Unterm Strich bekommt man also ein Handy, das dem iPhone und seinem App Store in der Entwicklung um etwa ein halbes Jahr hinterherhinkt, das technisch kaum nennenswerte Vorteile bringt, das mit schlechteren Tarifkonditionen daherkommt und im Monat damit sogar mehr kosten kann als das iPhone. Das ist schon etwas enttäuschend, und deswegen können wir einen Kauf nicht wirklich empfehlen. Wir warten lieber auf das Palm Pre und hoffen, dass dann nicht wieder ein Mobilfunkanbieter den Exklusivverkauf übernehmen darf.

4 Gedanken zu „Android-Handy G1: Enttäuschende Konditionen von T-Mobile“

  1. Altbacken? Hinterher? Das G1 pumpt das IPhone in allen Belangen weg. Ich darf z.b. auf fehlendes 3G beim IPhone 1 hinweisen. Solche Klöpse hat man sich beim G1 nicht geleistet. Die Bedienung ist – wenn man mal ehrlich ist – dem vom IPhone weit überlegen. Schonmal mehrsilbig gechatettet mit dem Iphone? Ein Krampf dank virtueller Tastatur, mit dem G1 geht das alles sehr flockig von der Hand, eben dank echter Tastatur.

    Die verarbeitung ist auch Topp – man darf nicht vergessen, dass es hier einen Aufklappmechanismus gibt, der sehr sehr lange halten muss und das tuts auch. Habe das Gerät seit einigen Monaten (Developer Version) und benutze es sehr intensiv – null Ermüdungserscheidungen.

    Was ich auch noch interessant finde: Niemand, aber auch wirklich niemand konnte mir bisher stichhaltige Nachteile gegenüber dem IPhone zeigen. Seit dem Update hat man auch nun wesentlich mehr Platz für Apps (auch hier war man mit dem IPhone 1 ziemlich aufgeschmissen).

    Das Design: Mal drüber nachgedacht, dass das G1 designtechnisch State of the Art ist? Das ist nämlich genau der Designtrend, der sich gerade in den USA abzeichnet: schlicht, unauffällig, bloss keinen auf dicke Hose machen.

    Die Software: Man merkt, Android ist offen, sehr offen. Die Applikationen, die bereits jetzt verfügbar sind, sind nicht nur nützlich, sondern z.T. auch so dank restriktiver Politik von Apple auf dem IPhone gar nicht denkbar und somit unique.

    Vielleicht sollte man einfach aufhören das g1 mit dem IPhone zu vergleichen, das hat nämlich eine gänzlich andere Zielgruppe: Menschen, die sich keine Apple-Fesseln anlegen und sich nicht mit einem verwursteten Win-Mobile herumschlagen möchten. Und das sind einige, wenn ich mir so die Userzahlen von Android anschaue…

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