Monatsarchiv für Dezember 2008

 
 

Angenehme Feiertage!

Da hätten wir fast versäumt, Ihnen frohe Feiertage zu wünschen! Die freshzweinull-Redaktion geht für ein paar Tage in sich, ist aber ab dem 5. Januar wieder für Sie da. Natürlich stehen wir Gewehr bei Fuß, sollte es zwischendurch weltbewegende Internet-News geben. Aber ehrlich gesagt hoffen wir, dass es nicht dazu kommt, und Sie und wir unseren verdienten Urlaub genießen können. :) Frohes Fest und guten Rutsch!

Ihr freshzweinull-Team

Spiegel Online twittert

Jetzt ist es so weit: Twitter ist im Mainstream angekommen. Denn Spiegel Online, unser aller Nachrichtenportal, kündigt heute an, dass die Redaktion twittert. Schon lange wird über Twitter als taugliches Nachrichtenmedium debattiert; bei den Terroranschlägen in Mumbai hat es sich bewährt. Für die trotzdem nicht gerade kleine Gruppe derjenigen, an denen der Twitter-Trend bislang vorbei gegangen ist: Man kann damit Nachrichten von 140 Zeichen Länge verfassen, die alle angeschlossenen Leser erreichen. Anschließen (followen) kann man sich Freunden oder Prominenten wie Shaquille O’Neal oder Barack Obama ganz einfach mit nur einem Mausklick.
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Weihnachtsgeschäft: Amazon UK schwingt die Peitsche

Wir alle freuen uns, wenn unsere Online-Bestellungen noch rechtzeitig eintreffen, damit wir unseren Lieben an Weihnachten pünktlich eine Freude machen können. Das führt bei Versandhändlern und Logistikunternehmen naturgemäß zu einer Menge Stress und Überstunden. Die britischen Amazon-Angestellten bekommen das nach einem Report der Zeitung “The Sunday Times” in einer besonders heftigen Weise zu spüren: So würden Mitarbeiter im Versandhaus in Bedfordshire massiv unter Druck gesetzt.
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Rausgefischt: StudiVZ, E-Plus, Schlafwandel-Mails

Unsere Meldungen in aller Kürze. Hier der Fang der Woche:

  • Umbruch oder Rückbau? StudiVZ beendet Auslandsaktivitäten und verabschiedet Gründer Bemmann und Brehm.
  • Unternehmen wollen keine World-of-Warcraft-Spieler einstellen.
  • Fahrende Züge auf einer Karte verfolgen: Swisstrains machts möglich.
  • Zweinullig: Gefeuert werden und damit leben. Ein Ratgeber.
  • Als letzter der vier Mobilfunker führt E-Plus 2009 die Netzbeschleunigung EDGE ein.
  • Zzz-Mail: Eine Frau verschickt drei E-Mails im Schlaf.
  • Hacker leiten eine illegale Regenwald-Rodung in Brasilien in die Wege.
  • Statistikportal Statista ist das Startup des Jahres, meldet Deutsche Startups.

Angespielt: Weihnachtsspiele für festliche Stimmung

Wir schreiben heute den letzten Browsergame-Test für dieses Jahr und haben deswegen etwas ganz Besonderes für Sie – eine Sammlung verschiedener Weihnachts-Spiele, um Sie auf das Fest vorzubereiten und die Vorfreude zu schüren. Hier die besten der 38 Games aus unserem Weihnachtsmedley.
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Ciao 2008, hi 2009: Die Jahresrückblickprognose

Ein spannendes Jahr voller Netbooks, Smartphones, Google-Browsern, US-Präsidenten und iPhone Apps geht zu Ende. Das freshzweinull-Team fasst noch einmal die wichtigen Ereignisse seit unserem Start im Juni 2008 zusammen – und zeigt Ihnen, wie es 2009 weiter gehen könnte.
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Apple verlässt Macworld Expo: Nie wieder “Stevenote”

Man mag uns in letzter Zeit zu Recht vorwerfen, unsere Meldungen wären etwas Apple-lastig geworden, aber dieses Thema können wir nur schwer auslassen: Zu sehr ranken sich die Mythen weltweit um eine simple Meldung: Apple-Chef Steve Jobs wird im Januar auf der Macworld Expo nicht den Begrüßungsvortrag (“Keynote” oder “Stevenote”) halten, und Apple will sich nach 2009 ganz von der Messe zurückziehen. Damit wird es auch das letzte Mal sein, dass Jobs auf einer seiner berühmten Präsentationen in Jeans und schwarzem Rollkragenpulli mit “One more thing” eine neue Weltsensation ankündigen wird. Die Meldung schlägt deswegen Wellen, weil ausgehend davon mal wieder über Steve Jobs Gesundheitszustand gemutmaßt wird. Von “kerngesund” bis “sterbenskrank” ranken die Gerüchte. Laut Apple hat Jobs Gesundheitszustand nichts damit zu tun, dass Apples Marketing-Chef Philip Schiller die letzte “Stevenote” halten wird. Für TechCrunch-Autor Jason Kincaid ist es übrigens höchste Zeit, dass Apple sich von dieser Messe zurückzieht, die zweimal jährlich stattfindet und den Konzern unter Druck setzt, immer wieder neue Weltsensationen vorzustellen. Neue Produkte von Apple wird es natürlich trotzdem auch diesmal geben. Die Spekulationen ranken von einem Apple Netbook bis hin zu einem kleinen iPhone nano.

2.0 der Woche: Zehn.de – Mehr Listen bitte!

Listen werden immer beliebter. Musikcharts kennen wir schon seit wir Kinder waren, manch einer führte in seinem Hausaufgabenheft selber welche und schaffte so den Einstieg in die Riege der Hitlistenautoren. Kurz darauf fingen wir vielleicht an, Listen über Vertreter des anderen Geschlechts zu führen oder legten, von Nick Hornby inspiriert, Listen über scheinbar vollkommen Unbedeutendes an. So wächst die Bibliothek der Listen und Ankowitsch hat auch schon wieder neue fertig. Außerdem gibt es jetzt mit Zehn.de eine Internetseite, auf der jeder seine eigenen Listen veröffentlichen kann. Endlich. Da die Idee mit den Listen sich schon vor so langer Zeit als erfolgreich erwiesen hat, besteht kein Zweifel an den Erfolgsaussichten von Zehn – vorausgesetzt die Seite wird nicht von kommerziellen Anbietern und ihren Flachbildfernsehern vereinnahmt.

G-mail-Betreiber mahnt Apple und T-Mobile ab

Und schreibt Euch das gefälligst hinter die Ohren! Googles Maildienst heißt in Deutschland “GoogleMail” und nicht “GMail”. Und wenn Ihr Euch nicht daran haltet und “GMail” schreibt, dann lassen wir unsere Anwälte von der Kette.

Das scheint das Motto von Daniel Giersch zu sein, dem Betreiber der Seite Gmail.de und Inhaber der Namensrechte von “Gmail”. Diesen Sommer bekamen T-Mobile, MySpace und Apple jedenfalls Post von seinen Anwälten. Jüngstes Opfer: Der iPhone-Importeur 3Gstore. Der Grund war in allen Fällen der gleiche: Die betroffenen Unternehmen hatten den schweren Fehler begangen, im Web, in Werbebotschaften oder auf dem iPhone Googles GMail-Logo zu verwenden oder Googles Maildienst “GMail” zu nennen.
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Hauptsache schön

Traurigerweise müssen wir heute einigen Menschen einen harten Schlag verpassen: Die Einstellung „Egal, wie ich aussehe – mögliche Partner interessieren meine inneren Werte“ können Sie auch in der Onlinewelt glatt vergessen. Bei Nutzern von Internet-Kontaktbörsen zählt das Aussehen deutlich mehr als Intelligenz, wie eine Studie des Speeddating-Portals KissNoFrog und des Online-Marktforschungsinstituts Panelbiz ergab. Aber die Online-Welt bietet ja tolle Möglichkeiten, sich vollkommen anders darzustellen. Und die Nutzer wollen anscheinend auch verschaukelt werden, denn gerade einmal 3,5 Prozent der befragten 1.200 Singles im Alter zwischen 20 und 35 Jahren legen Wert darauf, dass ihr Gegenüber ihnen reinen Wein einschenkt. Immerhin ist auch Humor eine begehrte Eigenschaft im Gegenüber. Dann kann man hoffentlich beim ersten Treffen darüber lachen, wenn man sich dann in echt sieht und die attraktive große schlanke Blonde sich als die übergewichtige Bibliothekarin Lieschen Müller entpuppt. Bei KissNoFrog ist es mit dem Vortäuschen falscher Tatsachen übrigens nicht ganz so einfach: Der Anbieter setzt auf Live-Videochats.

Auferstehung 2.0 – DotComTod ist wieder da

Pünktlich zur Finanzkrise, die sich anschickt in einer weltweite Rezession zu münden, steht eine zur ersten Dotcom-Blase entstandene (und zwischenzeitlich unwürdig geparkte) Seite wieder auf: DotComTod.com. Die legendäre Adresse berichtete seinerzeit über aktuelle Web-Insolvenzen und zeigte sich ausgezeichnet darüber informiert, bei welchem Start-up als nächstes die Lichter ausgingen. DotComTod in der Version 2.0 wird von Matthias Süß betrieben, einem nach eigenen Angaben Blogger und beratenden SEO mit langjähriger Erfahrung. Sein gewählter Claim „Geschichte wiederholt sich manchmal“ klingt viel versprechend; es bleibt aber abzuwarten, ob Süß an den Erfolg der Vorgänger Lanu und Don Alphonso anknüpfen kann. Die beiden klingen jedenfalls nicht allzu erfreut über die Wiederauferstehung des Blogs. Wir sind trotzdem gespannt, was Süß daraus macht.

DotComTod 2.0, Matthias Süß (Interview), Meedia-Blog

11 Möglichkeiten, mit Twitter Geld zu verdienen

Im nächsten Jahr wollen Jack Dorsey, Biz Stone und Evan Williams es endlich offenbaren, ihr lange ersehntes, sagenumwobenes Geschäftsmodell für ihren Microblog-Dienst Twitter. Warum so geheimnisvoll, fragt sich Abbey Klaassen vom US-Werbefachmagazin “Advertising Age”, und stellt gleich zehn Möglichkeiten vor, wie der 140-Zeichen-Dienst zu Geld kommen kann. Die sicherlich erträglichste Methode: das Geschäft einfach an Google oder Facebook zu verkaufen. Klaassen hat aber auch Vorschläge, wie sich der Dienst aus eigener Kraft finanzieren könnte, zum Beispiel über einen Pro-Account oder einen Mobilfunk-Service. Wir haben noch einen elften Vorschlag: Eine Twitter-Version nur für Unternehmen, mit der sich die Mitarbeiter im Hause austauschen können.
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Rausgefischt: Suchmaschinen, Apple, Google, Bild-DSL

Unsere Rubrik für das Geschehen der Woche, kurz zusammengefasst. Hier der Fang der Woche:

Freitags-Refresh:

  • Russischer Geschäftsmann will sich das Smiley-Symbol ;-) patentieren lassen, scheitert aber (zum Glück) am Widerstand der Patentbehörde.
  • Qual der Wahl: 46 Prozent der Frauen würden lieber auf Sex verzichten als auf das Internet.
  • Neuer IT-Hype Cloud Computing ausführlich erklärt von Wolfgang Herrmann.
  • Erstes Android-Handy T-Mobile G1 kommt im März auf den deutschen Markt. Sony-Ericsson kündigt ein Android-Gerät für Sommer 2009 an.
  • Versorgung ländlicher Gebiete mit Breitband-Internet gestaltet sich schwierig.
  • Nummer 4 der großen Betriebssysteme? Toshiba bringt Laptops mit OpenSolaris auf den US-Markt.

Vom Rest der Woche:

  • Jahresrückblick der Suchmaschinen: Deutsche suchen auf Google, MSN und Yahoo am häufigsten nach “Wetter”.
  • Hollywood kontra TV-Sender: Wegen eines Lizenzstreits sind einige Filme und Serien aus dem US-Angebot von iTunes und Netflix verschwunden.
  • Googles Browser “Chrome” verlässt den Beta-Status und darf damit jetzt auf Rechnern von Dell und HP vorinstalliert werden.
  • Apple opfert in Ägypten die GPS-Funktion im iPhone auf Wunsch der Regierung. Was wird Apple erst für China opfern?
  • Digitale Welt reloaded: Sony eröffnet heute den 3D-Treffpunkt “PlayStation Home”.
  • Firmen-Blogs gelten als besonders unglaubwürdig, fand Forrester in einer Umfrage heraus.
  • Bild-Zeitung und Filiago wollen breitbandlose Gemeinden mit Satelliten-DSL versorgen.
  • Sony-Ericsson, Vodafone und zwölf weitere Mobilfunk-Unternehmen treten Googles Open Handset Alliance (“Android”) bei.
  • Navi-Hersteller TomTom ermittelt für einen neuen Staumelder aktuelle Daten unter anderem von Vodafone-Handys.

Bopaboo startet Handel mit “gebrauchten” MP3s

Neue Herausforderung für die Musikindustrie: Der Dienst Bopaboo bietet seit diesen Tagen einen Marktplatz für gebrauchte MP3s an. Nutzer können Stücke aus ihrer Musiksammlung dort anbieten, die sie einmal gekauft haben, aber jetzt nicht mehr hören wollen. Die Nutzer können jedes Stück aber nur einmal anbieten und verpflichten sich laut Bopaboos Geschäftsbedingungen dazu, die Datei nach dem Verkauf auf ihrem Rechner zu löschen. Das kann freilich ebenso wenig überprüft werden wie die Herkunft der MP3s.
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Deutschland unterliegt China: .cn überholt .de

Der Deutsche an sich ist höchst unpatriotisch. Es sei denn, er guckt Fußball, liest die Wirtschaftsnachrichten – oder wird schon wieder von den bösen Chinesen abgehängt. Erst überholt uns die chinesische Volkswirtschaft, dann die Breitbandindustrie – und jetzt haben sie auch noch mehr Internetadressen. Die Folge: .de ist nicht mehr Weltmeister der Länderkennungen im Internet. Chinas .cn hat uns auch hier überholt, meldet VeriSign im aktuellen Domain Name Industry Brief für Dezember. Deutschland (.de) liegt darin jetzt nur noch auf Platz 2. Ist das tragisch?
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