ZweiNull: Twollow – das Zwitschern wird zur Kakophonie
26. November 2008 - Mathias Röckel
Ein neues Tool namens Twollow hat das Potenzial dazu, das ohnehin schon recht vernehmliche, von Twitter verursachte Grundrauschen zur Kakophonie zu steigern. Wer sich darauf einlässt, sollte mit Bedacht vorgehen, denn Twollow fragt seine Benutzer nach bis zu fünf Stichwörtern – und folgt fürderhin jedem x-beliebigen Twitterer, der irgendwo aus irgendwelchen Gründen eines der Stichwörter in einem seiner Tweets erwähnt.
Sie interessieren sich für „Web 2.0“, „Hertha BSC“ und „Sprachen“? Wenn Sie es Twollow befehlen, verfolgen Sie künftig jeden Twitterer, der darüber schreibt. Über Nacht lässt sich so eine unfassbare Menge an Tweets finden – und damit mehr Lesestoff, als man zu verarbeiten fähig ist. Für den privaten Gebrauch kann das, wenn man erst einmal gelernt hat, seine Stichworte besonnen zu wählen und aus der schieren Masse die Perlen zu fischen, ganz lustig sein. Vor dem Gebrauch im professionellen Umfeld sei jedoch gewarnt: Wer sich mittels Twollow einen Überblick über den eigenen Ruf im Twitterland verschaffen will, läuft – wie PR-Blogger Klaus Eck schreibt – Gefahr, jedem zu folgen, ohne dabei echte Dialoge zu führen – und steht schnell als Twitter-Spammer da.



