Twitter verschmäht Facebook-Offerte

500 Millionen US-Dollar für 140 Zeichen sind nicht genug: Der Microblogdienst Twitter hat ein Übernahmeangebot von Facebook abgelehnt. Wahrscheinlicher Grund: Facebook hat nur 100 Millionen US-Dollar in harter Währung geboten, der Rest sollte in Facebook-Aktien ausbezahlt werden. Anders als das Freunde-Netz selbst schätzt die Twitter-Leitung um Jack Dorsey Facebooks Wert nicht auf 15 Milliarden, sondern nur auf fünf Milliarden US-Dollar. Damit würde das Angebot von 500 Millionen auf eher 150 Millionen US-Dollar schrumpfen. Trotzdem kein schlechter Preis dafür, dass Twitter bislang praktisch noch keinen Cent eingenommen hat und ein solides Geschäftsmodell selbst mit einem Fernglas nur schemenhaft am Horizont zu erkennen ist. Facebook bietet mit seinen Statusmeldungen zwar einen Twitter-ähnlichen Service an, die bessere Community und die Massen der Nutzer hat jedoch Twitter. Es wird damit wohl noch nicht das letzte Angebot gewesen sein. Weit unter einer Milliarde US-Dollar wird der Deal aber kaum vonstatten gehen. Den Preis hatten die Twitter-Gründer bereits früher als Messlatte ausgegeben.

alleyinsider.com, turi2.de


 
 
 

5 Kommentare zu “Twitter verschmäht Facebook-Offerte”

  1. Sven - 25. November 2008 um 13:27

    Nun ja,

    ich finde diese Beträge so langsam lächerlich. Warum sollte ich ein Unternehmen für 1 Milliarde kaufen, wenn es nicht mal annähernd Geld verdient? Das ist doch, rein kaufmännisch gesehen, totaler Selbstmord, denn jede Investition muss sich irgendwann einmal ja auszahlen.

    viele grüße

    sven

  2. Nicky - 25. November 2008 um 20:30

    Weil der Unterschied zwischen einem Unternehmen, das Geld kostet und einem das dem Inhaber Millionen bescheren kann, bei einer solchen Popularität in einer einzigen guten Idee liegen kann.

  3. Sven - 28. November 2008 um 17:56

    Und gibt es diese “gute” Idee schon? Ich meine, wenn das wirklich der Fall ist, würde ich als Twitter Inhaber auch nicht verkaufen, wenn ich nachher noch mehr Gewinn rausholen kann, wenn ich es behalte.

  4. Ben - 22. Mai 2009 um 12:30

    Was heißt “gibt” es die schon. Würde der Käufer auch nur Ansatzweise eine Add-Kampange integrieren, die den Nutzern nicht aufstößt, hätte sich der Betrag schon relativiert. Was für ein Marketinginstrument twitter für einen besitzendes Unternehmen sein könnte, dazu braucht man nicht mal viel Phantasie. 500 Millionen Dollar sind da noch ein Schnäppchen. Bedenkt man das für vodka.com über 2 Millionen ohne Inhalt gezahlt wurde.

  5. Toni - 8. Juni 2009 um 10:00

    Also , natürlich hört sich 500 Millionen erstmal sehr viel an, aber wenn wie die darauf folgenden Kampagnen sehen würde, abstimmung etc. Ist es wie Ben schon sagte ein Schnäppchen!
    Jedoch wird keine Firma mit einem reinen Gewinn rechnen dürfen !

    :-)

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