Thailand filtert Majestätsbeleidigung aus dem Web
30. Oktober 2008 - Redaktion
Thailand ist ein wunderschönes Land. So schön, dass sogar Freshzweinull-Redakteure dort ihren Urlaub verbringen und sich nun freuen, eine Woche später wieder darüber schreiben zu dürfen. In der südostasiatischen Monarchie sind die politischen Verhältnisse ganz einfach: Die Menschen lieben ihre königliche Familie und kritisieren dafür umso mehr die stets ungeliebte Regierung. Um beim Volke endlich wieder einen Stein ins Brett zu bekommen, schwingt sich der stark umstrittene, aktuelle Premier Somchai Wongsawat seit einigen Tagen zum glühenden Verteidiger der Monarchie auf.
Neuester Coup: Ein 14 Millionen US-Dollar teurer Filter soll das Netz von Majestätsbeleidigungen sauber halten. Offizieller Grund: In letzter Zeit mehren sich wieder Verunglimpfungen der Königsfamilie im Web. Das steht in Thailand zwar unter strenger Strafe mit bis zu 15 Jahren Haft, die Justiz ist aber machtlos, weil 80 Prozent dieser Webseiten aus dem Ausland stammen. Der Filter soll nun verhindern, dass die Bevölkerung die Majestätsbeleidigung nachlesen kann. Dass damit die Pressefreiheit eingeschränkt wird, dürfte Wongsawat nicht ungelegen kommen. Ob es ihn retten wird, ist ungewiss: Trotz seines Treuegelöbnisses zum König belagern täglich hunderte Demonstranten seinen Regierungssitz und fordern seinen Rücktritt.




[...] mit Skepsis zu betrachten, greifen mögliche Filter doch auf die Persönliche Freiheit ein. Thailand will zum Beispiel einen Filter einführen, um Majetstätsbeleidigung zu verhindern. Ein Thema, von dem [...]
[...] will. Noch einen interessanten Artikel über Pressefreiheit in Thailand habe ich bei freshzweinull [...]