Monatsarchiv für Oktober 2008

 
 

MTV ist tot

MTV versucht zu retten, was noch zu retten ist und öffnet eine Plattform für Video-Clips im Netz – mit einem auffälligen Schwerpunkt auf Clips aus den 80er Jahren. Wen MTV angesichts der längst brummenden und vielseitigeren Konkurrenz wie YouTube oder MySpace Music damit erreichen will, ist schleierhaft. MTV im Fernsehen hat unterdessen mit den News und “MTV Masters” auch die letzten interessanten Shows eingestellt und ist nach Meinung von Experten wie VJ-Legende Ray Cokes toter als tot.

mtvmusic.com, polylog.tv (Video)

Thailand filtert Majestätsbeleidigung aus dem Web

Thailand ist ein wunderschönes Land. So schön, dass sogar Freshzweinull-Redakteure dort ihren Urlaub verbringen und sich nun freuen, eine Woche später wieder darüber schreiben zu dürfen. In der südostasiatischen Monarchie sind die politischen Verhältnisse ganz einfach: Die Menschen lieben ihre königliche Familie und kritisieren dafür umso mehr die stets ungeliebte Regierung. Um beim Volke endlich wieder einen Stein ins Brett zu bekommen, schwingt sich der stark umstrittene, aktuelle Premier Somchai Wongsawat seit einigen Tagen zum glühenden Verteidiger der Monarchie auf.

Neuester Coup: Ein 14 Millionen US-Dollar teurer Filter soll das Netz von Majestätsbeleidigungen sauber halten. Offizieller Grund: In letzter Zeit mehren sich wieder Verunglimpfungen der Königsfamilie im Web. Das steht in Thailand zwar unter strenger Strafe mit bis zu 15 Jahren Haft, die Justiz ist aber machtlos, weil 80 Prozent dieser Webseiten aus dem Ausland stammen. Der Filter soll nun verhindern, dass die Bevölkerung die Majestätsbeleidigung nachlesen kann. Dass damit die Pressefreiheit eingeschränkt wird, dürfte Wongsawat nicht ungelegen kommen. Ob es ihn retten wird, ist ungewiss: Trotz seines Treuegelöbnisses zum König belagern täglich hunderte Demonstranten seinen Regierungssitz und fordern seinen Rücktritt.

afp.google.com, netzeitung.de

Angespielt: KnightFight – Wir schlagen Sie zum Ritter!

Wie der Name schon andeutet, spielen Sie in diesem Spiel einen Ritter. Sie starten unerfahren und schlecht ausgerüstet und sollen nun Aufträge annehmen, für die Sie Geld erhalten. Die gewonnenen Einnahmen können Sie dann in bessere Ausrüstung investieren oder damit Ihren Landsitz ausbauen, in dem Sie vor feindlichen Angriffen geschützt sind. Natürlich können Sie auch andere Spieler angreifen. Haben Sie dabei Erfolg, werden Sie mit Geld und Erfahrungspunkten belohnt und verbessern Ihren persönlichen Status. Wenn Sie Lust haben, können Sie auch in eine Gilde eintreten, um sich dort gegen andere Spieler zu verbünden. Aber ob Sie dazu Lust haben werden, ist die eigentliche Frage.
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Wie iPhone-Apps die IT-Welt verändern

Spielereien gibt es auf dem iPhone zuhauf: von unterwegs E-Mails abrufen, Nachrichten verschicken oder kurz ins Internet gehen. Das ist schon eine praktische Sache. Die eigentlichen Killer-Anwendungen sind aber die herunterladbaren Softwareprogramme, so genannte Apps. Hier gibt es nützliche Widgets wie den Yahoo-Wetterdienst oder den Regenradar von ifoi. Das sind angenehme Begleiter für unterwegs, die aber mit jedem anderen Smartphone mit Internetzugang und Betriebssystem auch möglich wären. Richtig interessant sind deswegen erst die Apps und Spiele, die auf das eingebaute GPS-Modul oder die Neigungs- und Bewegungssensoren setzen. Wir stellen Ihnen heute einige der innovativsten Anwendungen vor. Wenn nicht anders beschrieben, sind diese Apps kostenlos.
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Männer bevorzugen News, Frauen Download-Dienste

Männer und Frauen nutzen das mobile Internet sehr unterschiedlich. Zwar mögen die geneigten Leser dies schon vermutet haben, eine aktuelle Studie von TNS Infratest liefert jetzt aber die passenden Fakten dazu: Während der männliche Mobilsurfer vor allem nach Informationen (Nachrichten, Börsenkurse, Sportergebnisse) sucht, bevorzugt das weibliche Pendant eher Download-Dienste. Vor allem bei Klingeltönen und Musiktiteln liegt der Nutzungsanteil der Frauen jeweils um 20 Prozentpunkte über dem der Männer. Wie repräsentativ die Ergebnisse wirklich sind, schränken die Autoren selbst ein: So handelt es sich bei den Befragten vor allem um Early Adopters, zudem sind die Damen nur mit rund einem Viertel vertreten und sind im Schnitt drei Jahre jünger. Damit kann sich jeder sein eigenes (Vor-)Urteil bilden …

golem.de, F.A.Z-Blog

Microsoft stellt Vista-Nachfolger “Windows 7″ vor

Über das modische Design von “Windows Vista” halten sich die Beschwerden in Grenzen. Was die Fachwelt an Microsofts aktuellem Betriebssystem eher beklagt, ist der sprithungrige Motor, der sich kraftlos den Berg hinaufquält. Das soll sich bei “Windows 7″ ändern: Microsoft hat erste Screenshots des neuen Systems vorgestellt und verspricht endlich weniger Ressourcenhunger, mehr Schnelligkeit und Übersichtlichkeit. Ärger droht aber schon jetzt: Der Begrüßungsbildschirm soll zwar verschwinden; dafür soll eine Anmeldeseite des Onlinedienstes “Windows Live” angezeigt werden. Und wer will die schon sehen! Blogger wie Michael Klein und Oliver Friedrich sind naturgemäß skeptisch. Zu oft haben sich großspurige Ankündigungen von Microsoft im Nachhinein als Fiasko entpuppt. Spätestens Anfang 2010, wenn “Windows 7″ auf den Markt kommen soll, wissen wir, was sich bewahrheitet: Microsofts Versprechen oder die oft berechtigten Zweifel.

zdnet.de (Screenshots), spiegel.de

Xing und LinkedIn die Gewinner der Wirtschaftskrise

Wer hilft einem in diesen wirtschaftlich unsicheren Zeiten, den eigenen Broterwerb zu sichern? Das Arbeitsamt? Die Sparkasse? Kanzlerin Merkel? Weit gefehlt. Die Menschen stärken ihre privaten Netzwerke und suchen sich Hilfe bei Freunden und Bekannten. Und das freut vor allem die Businessnetzwerke im Internet: LinkedIn verzeichnet seit September einen Nutzerzuwachs von 25 Prozent, und bei Xing stieg die Mitgliederzahl innerhalb eines Jahres um 50 Prozent. Xing-Pressesprecher Thorsten Vespermann freut sich dank steigender Mitglieds-, Umsatz- und Ergebniszahlen sogar regelrecht über die Finanzkrise: “Dies zeigt, dass sich Xing zu den Gewinnern dieser Entwicklung zählen darf.” Es gibt eben in jeder Krise nicht nur Verlierer. Und wenn Sie trotz allem nicht wissen, wohin mit Ihrer Arbeitskraft, versuchen Sie es doch einfach mal bei Xing selbst! Die Businessplattform mit Sitz in Hamburg hat derzeit fast 40 Stellen ausgeschrieben

pressetext.at

Vom Geschäft mit der Einsamkeit

Deutschland ist eine Nation voller Singles, aber zum Glück wollen die meisten etwas an ihrem Zustand ändern: Laut Bitkom besuchen jeden Monat 6,3 Millionen Deutsche Singlebörsen im Netz, europaweit 33,5 Millionen Internetnutzer. Rund 85 Millionen Euro gaben die Deutschen 2007 für die Online-Partnersuche aus und somit mehr als für Musikdownloads. In diesem Jahr sollen die Umsätze sogar auf über 100 Millionen Euro steigen.

So ein viel versprechendes Geschäft lockt natürlich auch immer mehr Anbieter, die sich vor allem über kostenpflichtige Mitgliedschaften und weniger über Werbeeinnahmen finanzieren. Rund 2.600 Betreiber von Online-Singlebörsen gibt es Schätzungen zufolge hierzulande, darunter viele Spezialanbieter wie frauchen-sucht-herrchen.de für Tierfreunde, BiggerFriends.de für Übergewichtige, veggielove.com für Veganer, Landflirt.de für einsame Landwirte, seelenflirt.de „für ganzheitlich denkende und naturverbundene Menschen“ oder auch moms-dads-kids.de für Alleinerziehende.

Aber auch die Großen wollen natürlich in dem kräftig wachsenden Markt mitmischen: Deutschsprachiger Marktführer ist die von der Deutschen Telekom betriebene Plattform FriendScout24 mit über acht Millionen Nutzern und täglich 10.000 Neuregistrierungen. Bei ElitePartner.de stieg Tomorrow Focus ein, hinter Parship.de steckt Holtzbrinck, und Neu.de wurde von der französischen Branchengröße Meetic übernommen. Wann geben auch Sie Ihre Einsamkeit in die Hände großer Wirtschaftskonzerne?

welt.de, singleboersen-vergleich.de, Expertin für Partnervermittlung

Zehn Tipps für Start-up-Gründer in Krisenzeiten

Die goldenen 2.0-Zeiten sind vorbei, da sind sich die meisten Experten inzwischen einig. Für uns als Nutzer bedeutet das, dass jetzt ein paar Jahre kommen, in denen es weniger Innovationen geben wird. Start-up-Gründer müssen sich mehr als in den Vorjahren fragen, womit sie eigentlich Geld verdienen wollen. Martin Weigert von Netzwertig.com richtet zehn Fragen an Webgründer, die sich eigentlich jedes Unternehmen schon vor der Gründung stellen sollte: Womit Geld verdienen? Was macht die Konkurrenz? Aber in den Boom-Zeiten bleiben solche Fragen manchmal außen vor – zum Glück für uns Nutzer, denn sonst hätte es Angebote wie YouTube wohl nie gegeben. Solche Tipps werden aber dann wieder interessanter, wenn die Krise da ist. Also jetzt.

netzwertig.com

Deletionpedia: Der Sperrmüll der Lexikon-Einträge

Längst nicht alles, was auf dem Sperrmüll landet, ist wertlos. Es hat seinem alten Besitzer vielleicht nur nicht mehr gefallen, war im Weg oder passte nicht zu den pastellfarbenen Vorhängen. Andere Menschen könnten dafür aber durchaus noch Verwendung haben, was die organisierten Mannschaften erklärt, die am Abend vor der Sperrmüllabholung mit Bollerwagen und Taschenlampen die Nachbarschaft durchstreifen und noch allerhand Wertvolles da herausziehen. Ob Zacharias Knoop Sperrmüll mag, ist nicht überliefert. Sein neues Projekt Deletionpedia lehnt sich aber dem Sperrmüll-Prinzip an: Beiträge, die aus der deutschen Wikipedia aussortiert wurden – aus welchen Gründen auch immer – werden ab dem 15. November in der Deletionpedia veröffentlicht. Vorbild ist die gleichnamige US-Seite, die inzwischen 64.000 Einträge aufweist. Neben viel Fragwürdigem befinden sich darunter auch einige Perlen. Zum Beispiel eine Liste aller Strafarbeiten, die Bart Simpson jemals verfassen musste. Deutschland, eine Nation der Sperrmüll-Liebhaber und Kleinanzeigen-Fans, wird dort ab Mitte November sicher das eine oder andere Mal vorbeischauen.

pressetext.at, Deletionpedia (USA), Deletionpedia (D, ab dem 15.11.)

2.0 der Woche: Lingorilla – Community zum Sprachen lernen

Wer im echten Leben Sprachen lernen will, begründet das oft mit dem Wunsch, „neue Kulturen“ ergründen zu wollen. Wobei „neue Kulturen“ übersetzt ungefähr gleichbedeutend ist mit „neue Menschen“ – gerne des anderen Geschlechts. Sprachkurse, das weiß jeder, der schon mal im Sommer in Salamanca war, sind als Bildungsreise getarnte Partnerbörsen. Höchste Zeit also, dass auch im Web der Spracherwerb und Social Networking verschmelzen. Was das Sprachenlernen angeht, ist Lingorilla multimedial voll auf der Höhe der Zeit und gleichzeitig sehr sympathisch.

Schaut Euch mal das etwas ratlose Mädchen im Vokabeltrainervideo an, das nicht weiß, was es zum Bowling mit Craig anziehen soll, und von einem sprechenden Arm aus dem Schrank Klamotte um Klamotte angereicht bekommt … Dank der soliden Basis kann, wer will, sofort mit dem Lernen loslegen. Dazu muss man auch keine neuen Freundschaften schließen, was auch ganz gut so ist, denn sooo viele lustige Kommilitonen aus aller Welt tummeln sich bei Lingorilla im Moment noch nicht.

Das Fazit lautet daher: Studenten mit ernsthaften Absichten sind hier jetzt schon richtig – wer aber mehr den sozialen Aspekt des gemeinsamen Lernens betonen möchte, ist in Salamanca bis auf weiteres noch immer besser aufgehoben.

Lingorilla.com

Soziales Netzwerk für Mauzi und Bello

Haustiere – die liebsten Freunde der Menschen. Endlich erhalten sie auch ihren gebürtigen Platz in der Web-2.0-Welt. Die Katzen-Community catSpot.de bietet Stubentigern ab sofort ein kostenloses virtuelles Zuhause: eine eigene Katzen-Homepage, Bildergalerien, Videos, Katzen-Freundschaften, sogar ein eigenes Tagebuch für die Samtpfoten. Wichtig ist natürlich der Austausch; die Community beantwortet und diskutiert alle Fragen rund um Gesundheit, Ernährung, Erziehung und Reisen. Als Bewertungssystem dienen stilecht Mäuse.

Der Betreiber creativespot hat bereits im Herbst 2007 „dogSpot.de – Die Community von Hundefans für Hundefans“ ins Leben gerufen. Mit rund vier Millionen Seitenabrufen im Monat und internationalen Angeboten in Österreich und der Schweiz ist dogSpot nach Angaben der Firma heute die mit Abstand führende Hunde-Community im deutschsprachigen Raum.

Schauen wir doch mal, ob die Katzenfans da mithalten können, und was als nächstes kommt: bunnySpot? hamsterSpot? oder vielleicht canarySpot?

catSpot, dogSpot, Web2Null

Ahnenforschung für Jedermann/-frau

Eine zentrale Eigenschaft des Web 2.0 ist die Vernetzung in Social Networks mit Freunden, Schulkameraden, Kollegen oder auch Gleichgesinnten. Von den neuen Möglichkeiten profitiert aber auch eine andere Sparte: Die Ahnenforschung erlebt eine Blütezeit. Sie ist nicht länger ein Hobby für Rentner, die altdeutsche Schrift in Kirchenbüchern entziffern. Laut einer Studie vom Institut für Demoskopie Allensbach aus dem Februar 2007, möchte jeder zweite Deutsche gern mehr über die eigenen Vorfahren wissen. Nur ein Viertel der privaten Ahnen- und Familienforscher hatte damals allerdings bei der Suche das Internet zu Hilfe genommen.
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Angespielt: 3moves – Schachmatt!

In 3moves haben Sie die Möglichkeit, in der Mittagspause Ihr Gehirn mit einer schönen Partie Schach zu trainieren. Sie können eigene Spiele mit oder ohne Zeitlimit erstellen und Freunde dazu einladen oder die verschiedenen Regelvarianten, wie Räuber-Schach oder
Dame, ausprobieren.

Auf den ersten Blick sieht 3moves wie ein normales 0815-Schachspiel aus, doch die unterschiedlichen Regelvarianten, die sich zum Teil deutlich vom eigentlichen Schachspiel unterscheiden, und die Möglichkeit, gegen Freunde und Feinde zu spielen, lässt es aus der Menge herausragen. Wenn Sie Schach nicht mögen, dann wird das Spiel natürlich nicht gerade viel Abwechslung für Sie bieten. Probieren Sie lieber eines der bereits getesteten Spiele. Doch wenn Sie ein Fan des Schachspiels sind oder eben einer werden wollen, dann ist 3moves genau das Richtige für Sie!

freshzweinull-Wertung:
Grafik: 2/5
Sound: nicht vorhanden
Spielspaß: 4/5
Gesamturteil: 3/5

3moves

BlackBerrys bekommen auch einen App Store

Wie RIM anlässlich seiner BlackBerry Developer Conference bekannt gab, dürfen sich die BlackBerry-Nutzer ebenfalls auf einen App Store freuen. Das so genannte “Application Center” soll Anwendungsentwicklern vermutlich ab März 2009 eine neue Vertriebsschiene bieten. Vergleichbar mit Apples iTunes Store legt der Entwickler den Verkaufspreis selbst fest und behält 80 Prozent (bei Apple 70 Prozent) des erzielten Umsatzes. Die Zahlung soll über PayPal abgewickelt werden.

macnews.de, heise, TechLime.com