Apps: Mit Software lässt sich plötzlich Geld verdienen
11. August 2008 - Redaktion
Apps überall: Die kleinen Software-Tools, die man auf das Apple iPhone herunterladen kann, sind die eigentliche Killer-Applikation des “Wunderhandys”. Apple-Boss Steve Jobs feiert mehr als 60 Millionen Downloads seit dem Start des “App Stores” vor gut einem Monat. Die User investieren rund 1 Million US-Dollar am Tag für die kleinen Tools, die meist nur wenige Dollar kosten. Mit Software kann man also plötzlich wieder Geld verdienen, wundert sich auch Jobs in einem Interview mit dem Wall Street Journal: “Ich habe in meiner Karriere mit Software bislang nichts Vergleichbares erlebt.”
Das bekommen natürlich auch andere Hersteller spitz. Die sozialen Netze wie Facebook und neuerdings auch MySpace wollen den Trend für sich nutzen und die kleinen Software-Helferlein anbieten, die ihre Anwender zum größten Teil selbst programmiert haben. Einige davon kosten etwas. Hersteller wie Samsung und Anbieter wie T-Mobile springen ebenfalls auf den Zug auf. Der deutsche Netzbetreiber will einen Online-Store für Apps anbieten, die auf jedem neueren T-Mobile-Handy ganz gleich welcher Bauart funktionieren sollen.
Die Anbieter von mobiler Software profitieren dabei geschickt von einer eigenartigen Mentalität der digitalen Netzbewohner: Während E-Mails und ein Großteil der Software sich für Geld nicht an den Mann bringen ließen, war man auf dem Handy seltsamerweise immer schon bereit, etwas für die Dienste dort zu zahlen. Siehe den durchschlagenden Erfolg der SMS. Beim Zusammenwachsen von Internet und Mobilfunk keimt nun also wieder so etwas wie Hoffnung in der Szene auf: Mit Web 2.0 lässt sich noch Geld verdienen.
Die Hoffnungen bei allen Beteiligten sind hoch. Und während Facebook fast schon darauf angewiesen ist, Bezahlmodelle zu finden, um den hoch eingeschätzten Unternehmenswert von 15 Milliarden US-Dollar irgendwie zu rechtfertigen, kann Apple dem entspannt entgegen blicken: Am iPhone an sich verdient der Konzern schon nicht schlecht. Die anteiligen Einnahmen an den Apps kommen nun noch obendrauf. Nach dem “iTunes Store” nun also ein erfolgreicher “App Store” – Apple könnte als strahlender Sieger aus dem Markt bezahlter Web-Dienste hervorgehen.
heise.de (Apple), alleyinsider.com (MySpace, Facebook), alleyinsider.com (T-Mobile), maclife.de




[...] Ein munterer Spätsommer mit einem twitternden SPD-Generalsekretär, plötzlich nicht mehr erreichbaren, verwahrlosten Nachbarn, einem illegalen Beamer-Handy, dem Ende großer Software-Suites, die Rückkehr zu den Grunzlauten und eine Krimi-Komödie namens “Das Google-Handy”. Unsere Prognose: Bloggen wird im kommenden Jahr wohl weiter an Stellenwert verlieren. Den Hype haben derzeit die besser vernetzten Twitter und Freunde-Aggregatoren wie FriendFeed gepachtet. Die große Zeit der Freunde-Netze wie Facebook und StudiVZ dürfte dann endgültig vorbei sein. Schon jetzt haben sie massiv an Zuspruch verloren, und neue Zusatzfunktionen lassen sich kaum noch einfügen. Meist gelesen auf freshzweinull: Apps: Mit Software lässt sich plötzlich Geld verdienen [...]