Der Spiegel lockt Blogger aus der Reserve – danke dafür!

Dem „Spiegel“ ist mit dem Beitrag „Die Beta-Blogger“ die Provokation gegen deutsche Blogger gelungen. Die meisten seien unpolitisch, rechthaberisch, selbstbezogen und unprofessionell und dazu noch weit bedeutungsloser als ihre Kollegen in den USA, behaupteten die Spiegel-Autoren Markus Brauck, Frank Hornig und Isabell Hülsen.

Klar, dass die Antwort der Blogger nicht lange auf sich warten ließ. Lukas Heinser ist enttäuscht darüber, dass die Spiegel-Autoren von der Blogosphäre schreiben, als wären Blogger eine homogene Einheit. Der Spiegelfechter Jens Berger seziert die Zahlen der Top-Blogs aus den USA und findet, dass viele deutsche Blogs angesichts ihrer Mini-Budgets eigentlich gar nicht so schlecht dastehen. Robert Basic sucht und findet seit dem Spiegel-Bericht zahlreiche politische Blogs aus deutschen Landen und Thomas Knüwer dreht den Spieß um und relativiert die Besucherzahler von Spiegel Online. Eric Kubitz sieht das ganze gelassen: Der Spiegel habe ja im Grunde Recht und er freut sich, dass es in Deutschland im Vergleich zu den USA wohl eine funktionierendere Presse gibt.

Und was sagen wir dazu? Vielen Dank an die Spiegel-Autoren, dass sie Weblogs zurück ins Gedächtnis der Öffentlichkeit, vielleicht sogar der Werbeindustrie, gerufen haben! Die Debatte beweist, dass deutsche Blogs leben und debattierfreudiger sind denn je. Und vielleicht ist das erst der Anfang einer – auch finanziell – florierenden Blogkultur in Deutschland.

spiegel.de, coffeeandtv.de, spiegelfechter.com, basicthinking.de, blog.handelsblatt.de, kubitz.net

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