Comeback der virtuellen Welten: Endlich Web 3.0

Die 3D-Welt Second Life lag schon am Boden – zu langsam, zu altmodisch die Grafik, zu undurchdacht die Navigation. Nun könnte die zweite Welt ausgerechnet durch die Konkurrenz wiederbelebt werden. Denn Google und Vivaty eröffnen eigene 3D-Treffpunkte, Teilwelten im dreidimensionalen Universum, die den Wunsch nach einem großen Ganzen wiederkehren lassen. Eine neue Chance für Second Life.

Vivaty und Google Lively bringen im Vergleich zu Second Life eine wichtige Neuerung mit: Sie kombinieren die 3D-Welt mit Inhalten aus dem Social Web. Vivaty fasst Daten aus Facebook, Flickr, MySpace und Co. zusammen und stellt sie in 3D-Grafik dar. Chatten mir anderen ist dort ebenso möglich, wie in Googles Lively. Hier kann man vor dem Chatten eigene Avatare erstellen und sie auch in anderen Anwendungen benutzen.

Es dürfte das Comeback der 3D-Welten sein. Die neue Möglichkeit, sie mit Web-2.0-Inhalten zu kombinieren – das könnte das sein, was Experten als Web 3.0 bezeichnen: Man geht nicht mehr über eine Webseite ins Netz, sondern über wirklichkeitsgetreue Grafiken und Avatare. Vermischt wird die Grafik mit Inhalten aus dem Social Web, die auf den Benutzer genau zugeschnitten sind. Ob es wirklich einmal so weit kommt, dass wir Websurfen wörtlich nehmen können, dass zweidimensionale Webseiten verschwinden und wir uns nur noch in 3D-Welten fortbewegen, wird die Zukunft zeigen. Der Anfang ist gemacht.
computerwoche.de,
techcrunch.com, lgblog.de

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